Er mahnt aber auch, dass das so nicht weitergehen wird: "Für das Jahr 2002 erwarten wir eine Fortsetzung des Erfolgskurses für den Konzern, allerdings ist es eine Herausforderung, unser operatives Ergebnis erneut zu übertreffen." Beim Umsatz rechnet der Konzern durch die erstmalige Vollkonsolidierung von DHL und durch weiteres organisches Wachstum mit einem sprunghaften Anstieg von über 20 Prozent auf mehr als 41 Milliarden Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 2,1 Prozent auf 33,4 Milliarden Euro und das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebita) um 7,3 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss betrug etwa 1,6 Milliarden Euro. Der Umsatzanteil des Briefgeschäfts liegt bei knapp einem Drittel, den Rest teilen sich die Bereiche Express, Logistik und Finanzdienstleistungen. Während das Briefgeschäft im vergangenen Jahr stagnierte und auch in Zukunft keine hohen Wachstumsraten erwarten lässt, konnten Express und Logistik zulegen. Dagegen war der Umsatz wegen des niedrigen Zinsniveaus im Bereich Finanzdienstleistungen rückläufig. Insgesamt will der Konzern den Umsatzanteil der letzt genannten drei Sparten weiter ausbauen. Die Marschrichtung für die nächsten Jahre gibt Zumwinkel vor: "Wir wollen die Nummer eins in der Logistik weltweit werden." Das will er durch ein Kostensenkungsprogramm Namens "Star" und weiters Wachstum erreichen. Für künftige Akquisitionen hat er jedenfalls das nötige Kleingeld.
Aktie Gelb schreibt schwarze Zahlen
Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel bewertet bei der Bilanzvorlage in Bonn das abgelaufene Geschäftsjahr positiv: Im Jahr eins nach dem Börsengang ist es uns gelungen, trotz der erheblichen Konjunkturabschwächung das Rekordergebnis des Geschäftsjahres 2000 zu übertreffen.