Airbus und Boeing kündigen einheitlichen RFID-Standard für Zulieferer an

23.11.2005 17:38 Uhr

Die Flugzeugbauer Airbus und Boeing haben einen gemeinsamen Standard für den Einsatz von RFID an Geräten im Flugzeug angekündigt. Dadurch soll die Sicherheit der Maschinen erhöht werden.

München/Ettlingen. Die Flugzeugbauer gaben ihre Pläne kürzlich auf einer RFID-Fachkonferenz bei der Silverstroke AG in Ettlingen bekannt. "Flugzeugteile mit RFID-Tags zu markieren ermöglicht uns, die gesamte ‚Geschichte’ dieses Teils abzurufen", sagte Jens Heitmann, Senior Manager Standardization Process & Methods bei Airbus. Damit werde beispielsweise der Einsatz gefälschter und mangelhafter Teile verhindert. Zurzeit ist der Einsatz von RFID-Tags in Flugzeugen ohne Genehmigung nicht zugelassen. Die amerikanische Flugsicherheitsbehörde FAA hat jedoch im Mai 2005 ausgewählte passive RFID-Tags als unbedenklich eingestuft und deren Nutzung gestattet. Auch die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA nutzte die RFID-Konferenz, um sich zu diesem Thema zu äußern. Danach werde sich ihre neue Richtlinie in wesentlichen Punkten an die der Amerikaner anlehnen. Airbus und Boeing wollen kooperieren, weil sie zu 70 Prozent die gleichen Zulieferer haben, hieß es auf der Konferenz. Der Standard dürfte für die gesamte Industrie verbindlich werden und damit massive Investitionen von den Zulieferern erfordern, teilte Veranstalter Silverstroke mit. Die Silverstroke AG, Ettlingen, gehört zur Softlab Group und entwickelt Lösungen für RFID-Systeme.

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