Brüssel. Air France-KLM hat im ersten Quartal 2014 wieder mehr Fracht transportiert. Die Auslastung der Cargo-Kapazitäten stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf jetzt 64,8 Prozent. Auch bei den geflogenen Tonnenkilometern wurde ein Plus von 1,9 Prozent verbucht. Die Einnahmen der Cargo-Sparte gingen allerdings von 700 auf 676 Millionen Euro zurück. Das geht aus den Quartalszahlen hervor, die das französisch-niederländische Unternehmen jetzt veröffentlicht hat.
Insgesamt bleibt der Luftgütertransport trotz des leichten Wachstums ein Minusgeschäft. Gegenüber dem Vorjahr wurde das Minus im operativen Geschäft von 50 auf 34 Millionen Euro gesenkt. „Die Erholung im Luftgüterverkehr dauert länger, als erwartet“, kommentiert Air France KLM das Ergebnis in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen plane deshalb Umstrukturierungen und Neuausrichtungen, um das Wachstum zu beschleunigen. 2016 sollen schwarze Zahlen geschrieben werden.
25 Millionen Euro für Entwicklung der Pharma-Aktivitäten
Bekannt ist bereits, dass Air France KLM dafür seine Aktivitäten im Pharmabereich und der Express- und Postdienste ausweiten möchte. Beide Bereiche werfen heute schon Gewinn ab. In die Entwicklung der Pharma-Aktivitäten, die zurzeit 18 Prozent des Umsatzes ausmachen, sollen 25 Millionen Euro bis 2018 fließen. Unter anderem soll ein neues Pharma-Zentrum in Amsterdam entstehen. Mit Kuehne+Nagel wird gerade eine Partnerschaft getestet, bei der es um die Temperatur-Echtzeitkontrolle während des Transports von Medikamenten gilt. Neben den USA sieht Air France-KLM vor allem in Asien wachsende Märkte für diesen Geschäftsbereich.
50 Millionen Euro will das Unternehmen in den Ausbau der Express- und Postdienste bis 2018 stecken. 2015 soll ein neuer Terminal für diese Aktivitäten am Pariser Flughafen Roissy-Charles de Gaulles eröffnen. Die zwölf Prozent, die die Express- und Postdienste bereits jetzt im Umsatz ausmachen, sollen bis 2020 auf 25 Prozent steigen. (kw)