Paris. Bei dem franko-niederländischen Luftfahrtunternehmen Air France/KLM stehen die Zeichen weiter auf Sparkurs.
Bei Air France sollen in den nächsten 3 Jahren 1,3 Milliarden Euro eingespart werden, um das Unternehmen finanziell wieder flott zu machen, bei KLM 700 Millionen. Dies entspräche derselben Summe, die seit 2012 eingespart wurde. Wo der Rotstift neuerlich angesetzt werden soll, will AF/KLM Anfang Februar der Personalvertretung offiziell bekannt geben und die Liste am 18. Februar dem Verwaltungsrat zur Entscheidung vorlegen. Schon jetzt ist jedoch laut der Tageszeitung „Les Echos“ klar, welche Maßnahme greifen soll: die bis 2016 geplanten Investitionen sollen um eineinhalb Milliarden Euro verringert werden. So soll die Auslieferung der bestellten Boeing 777-Flieger zeitlich nach hinten geschoben werden. Auch dürften mehrere defizitäre Linien eingestellt werden, darunter ebenso einige im Langstreckennetz.
Seit 2009 wurden über 12.000 Stellen abgebaut
Die rund 100.000 Beschäftigten bei AF/KLM fürchten weitere Einschnitte im Personalbereich. Seit 2009 hat das Unternehmen rund 12.400 Stellen abgebaut. Auf die Ertragslage hat sich das offenbar noch nicht ausgewirkt. Vorgesehen seien jetzt an die 1000 zusätzliche Streichungen, will die Wirtschaftszeitung erfahren haben. Dementiert hat die AF/KLM-Leitung eine Meldung des Pariser Le Figaro, der zu Folge fast 5000 Stellen gestrichen bzw. nicht mehr neu besetzt werden sollen. Gerechnet wird mit den Personalkürzungen aber erst im Frühjahr nach den Wahlen zu den Personalvertretungen und dem Abschluss der Konsultationen, die Vorstand Alexandre de Juniac mit der Basis des Unternehmens führen will. (jb)