Das Ergebnis vor Firmenwertberichtigungen, Umstrukturierungskosten und einmaligen Aufwendungen fiel um sechs Prozent auf 702 Millionen Schweizer Franken. Die operative Marge sank um 30 Basispunkte auf 4,3 Prozent. Positiv ist dagegen der Anstieg es operativen Cashflows auf 1,4 Milliarden Schweizer Franken zu bewerten. Dieser sei überwiegend zur Tilgung von Bankschulden und für Investitionen in die Infrastruktur verwendet worden, teilt das Unternehmen bei der Vorlage der Zahlen mit. Adecco-Vorstandsvorsitzender John Bowmer erwartet für das laufende Jahr ein schwieriges erstes und eventuell auch schwieriges zweites Quartal. Dennoch bleibt er Optimist: "Obwohl es noch keine klaren Anzeichen dafür gibt, sind wir der Auffassung, dass die Abschwächung der Wirtschaftslage ihren Tiefpunkt erreicht hat." Das die wirtschaftlichen Lage dem Vorstand tatsächlich nicht ängstigt, wird spätestens dann klar, als er bekannt gibt, dass Adecco den Aktionären des Online-Jobportals Jobpilot ein Übernahmeangebot gemacht habe. 5,30 Euro sollen sie je Aktie erhalten. Gelingt die Akquisition würde Adecco seine technische Kompetenz deutlich stärken. Das Unternehmen will damit die Geschäftsbreiche Online-Personalvermittlung und E-Recruitment ausbauen. Vorstand und Aufsichtsrat von Jobpilot hätten dem Übernahmeangebot bereits zugestimmt und würden dies auch den Aktionären empfehlen. Drei Großaktionäre, die zusammen 69 Prozent halten, hätten dies bereits getan. Jobpilot hat für das Jahr 2001 einen vorläufigen Umsatz von 45,2 Millionen Euro bekanntgegeben.
Addeco mit ordentlichem Ergebnis und Kauflust
Personaldienstleister Adecco hat im Geschäftsjahr seinen Umsatz um zwei Prozent auf 27,2 Milliarden Schweizer Franken gesteigert. Der Gewinn konnte da nicht ganz mithalten.