Brüssel. Wenn der Sanierungsplan der belgischen Eisenbahn SNCB für ihre angeschlagene internationale Logistik-Tochter ABX von der EU-Kommission nicht bald genehmigt werde, drohe ihr das Aus. Das erklärte das ABX-Management in einem Memorandum, mit dem die neue belgische Regierung aufgefordert wird, sich bei den EU-Wettbewerbshütern für die damit verbundene Freigabe der Beihilfen von 252 Millionen Euro einzusetzen. Am 21. Januar hatte die EU-Behörde bereits staatliche ABX-Beihilfen genehmigt, die von der selbst verschuldeten Staatsbahn beantragt waren. Sie umfassten Überbrückungskredite von 123 Millionen Euro mit einer Laufzeit von sechs Monaten. Damit sollten 7619 Arbeitsplätze von ABX-Betrieben in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden gesichert werden. Sie würden laut Memorandum zahlungsunfähig, wenn nicht der gesamte Umstrukturierungsplan zügig bewilligt werde. (vr/dw)
ABX ohne Beihilfen existenzgefährdet
Das Unternehmen wartet dringend auf die Freigabe von 252 Millionen Euro