München. In der zweiten Verhandlungsrunde haben sich am Donnerstag die Tarifparteien im bayerischen Speditions- und Transportgewerbe auf einen Abschluss geeinigt. Die rund 40.000 Beschäftigten der Branche erhielten ab Dezember 1,9 Prozent mehr Lohn und Gehalt, sagte Anton Hirtreiter, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di. Im Oktober und November gebe es jeweils eine Einmalzahlung von 30 Euro. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von zwölf Monaten. "Bei diesem Kompromiss sind beide Seiten an die Grenzen des Zumutbaren gegangen", sagte Hirtreiter. Der Arbeitgeber- Verhandlungsführer Wilhelm Heise, Geschäftsführer des Landesverbandes Bayerischer Spediteure, betonte, gerade für kleinere Unternehmen der sei der Abschluss angesichts der bevorstehenden Einführung der Lastwagen-Maut sehr hoch. Bei den Verhandlungen hatten sich die beiden Parteien zudem darauf geeinigt, gemeinsam für einen neuen Ausbildungsberuf Speditionsfachkraft einzutreten. Wann die ersten Anwärter ausgebildet werden und wie viele Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt würden, sei jedoch noch offen, betonte Heise. (vr/dpa)
1,9 Prozent mehr Lohn und Gehalt für Transport-Beschäftigte
Ver.di: Beide Seiten gingen an die Grenze des Zumutbaren