Dank LNG und grünem Wasserstoff will auch Shell CO2 einsparen helfen

©Shell

Shell Deutschland will grüner werden

Um CO2 einzusparen, kündigt das Unternehmen, den Umbau seines Deutschland-Geschäftes an. Das Unternehmen leidet unter dem massiven Ölpreisverfall während der Coronakrise.

Hamburg/London. Ölkonzern Shell will sein Deutschlandgeschäft umbauen und damit seine Kohlendioxid-Bilanz verbessern. Das sehe ein Plan vor, mit dem die Treibhausgasemissionen und jene, die entstehen, wenn Kunden Shell-Produkte verbrauchen, binnen eines Jahrzehnts um über ein Drittel gesenkt oder kompensiert werden sollen. Das kündigte Fabian Ziegler an, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Shell Holding.

Ziel seien Einsparungen von rund 30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, was rund einem Zehntel des Reduktionsziels der Bundesregierung bis 2030 entspreche. „Wir glauben, dass das gelingen kann, wenn gleichzeitig die Politik für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgt und Kunden vermehrt CO2-ärmere Produkte nachfragen“, sagte Ziegler.

Shell will führender Anbieter von grünem Wasserstoff werden

Shell wolle führender Anbieter von „grünem Wasserstoff“ für Industrie- und Transportkunden werden. Dazu soll unter anderem die Elektrolyse-Kapazität in der Rheinland Raffinerie verzehnfacht werden. Außerdem wolle sich das Unternehmen durch Offshore-Wind oder kombinierte Offshore-Wind-/Wasserstoff-Produktion an der Produktion erneuerbarer Energien in Deutschland beteiligen sowie bis 2030 rund 1000 Schnellladesäulen für E-Autos an seinen Tankstellen errichten.

„Als Schlüsselmarkt für die Shell Gruppe ist der Umbau des Geschäftes in Deutschland entscheidend für die Ambition von Shell, bis 2050 oder früher ein Netto-Null-Emissions-Energieunternehmen zu werden“, betonte Huibert Vigeveno, Vorstandsmitglied der Royal Dutch Shell.

Stellenabbau wegen Coronakrise

Unabhängig davon kündigte am Mittwoch Shell Massnahmen wegen des massiven Ölpreisverfalls während der Corona-Krise an. So sollen bis Ende 2022 rund 7000 bis 9000 Stellen gestrichen werden. Darin seien die rund 1500 Mitarbeiter enthalten, die bereits eine Abfindung in einem seit einiger Zeit laufenden Stellenabbau angenommen haben. (dpa/eh)

 

 

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