Gleisbett, Schienen, Baden-Württemberg

Schleswig-Holstein wünscht von bahnstrecken einen "Elektrifizierungsschub im Norden" (Symbolfoto)

©Patrick Seeger/dpa/picture-alliance

Schleswig-Holstein will Bahn-Elektrifizierung vorantreiben

Im Bundesrat hat Schleswig-Holstein eine Initiative zur zügigen Umsetzung der Elektrifizierung von Bahnstrecken eingereicht – das Land hat die niedrigste Elektrifizierungsquote in Deutschland.

Berlin. Schleswig-Holstein will die Bahn-Elektrifizierung vorantreiben. Dazu reichte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Freitag, 20. September, im Bundesrat eine Initiative zur zügigen Umsetzung ein. „Wenn wir ein Klimapaket schnüren wollen, das diesen Namen auch verdient, dann wird der Bund die Elektrifizierung von Regionalstrecken komplett selbst zahlen müssen“, sagte der FDP-Politiker seinem Haus zufolge. Nur so werde es gelingen, in den kommenden sechs Jahren bundesweit 70 Prozent des Schienenverkehrsnetzes elektrifiziert zu haben.

Im Norden haben nur 376 von 1275 Kilometern Schiene Oberleitungen. Auf knapp 900 Kilometern fahren die Züge mit Diesel. Mit unter 30 Prozent ist die Elektrifizierungsquote die niedrigste in Deutschland. Der Bundesschnitt beträgt 54 Prozent. Laut Buchholz würde eine 70-prozentige Elektrifizierung zehn Millionen Liter Diesel jährlich einsparen und die CO2-Emissionen um 26.000 Tonnen im Jahr senken.

„So ein Elektrifizierungsschub ist im Norden umso sinnvoller, weil gerade in Schleswig-Holstein viel überschüssige Windenergie erzeugt wird, die direkt für den Fahrstrom genutzt werden könnte.“ Die Bundesregierung sollte beim Förderprogramm die lokal erzeugte Energie und den niedrigen Elektrifizierungsgrad von Ländern berücksichtigen, sagte Buchholz. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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