Die Deutsche Bahn will ihren langfristigen Sanierungsplan für das Schienennetz überarbeiten. Nach Informationen aus dem Konzern sollen Umfang und Reihenfolge der sogenannten Generalsanierungen überprüft und neu gewichtet werden. Hintergrund sind unter anderem steigende Kosten sowie Verzögerungen bei einzelnen Projekten.
Was die Anpassungen für den Zeitplan der insgesamt mehr als 40 vorgesehenen Sanierungsvorhaben bedeuten, ist derzeit noch offen.
Schrittweise Inbetriebnahme geplant
Künftig sollen sanierte Strecken nach Abschluss der Bauarbeiten nicht mehr vollständig auf einmal in Betrieb gehen. Stattdessen plant die Bahn eine schrittweise Freigabe einzelner Abschnitte und Systeme.
Besonders bei der Leit- und Sicherungstechnik sollen Tests, Abnahmen und Inbetriebnahmen künftig realistischer geplant werden. Ziel ist es, technische Probleme nach Ende der Sperrungen zu reduzieren und die Betriebsstabilität zu erhöhen.
Probleme auf der Strecke Hamburg–Berlin
Anlass für die Überprüfung sind unter anderem Schwierigkeiten nach der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin. Dort hatte sich die Wiederinbetriebnahme um mehrere Wochen verzögert.
Auch nach der Freigabe sind weitere Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik erforderlich. Dafür sind zusätzliche nächtliche Sperrungen vorgesehen.