Polen: Fahrzeiten verkürzen sich deutlich

Viele Spediteure in Polen sind mit der aktuellen Situation unzufrieden (Symbolfoto)

©Michal Fludra/NurPhoto/picture-alliance

Polen: Viele KMU-Spediteure unzufrieden

In einer Umfrage haben kleine und mittlere Transporteure in Polen erklärt, dass sie unter schlechter Zahlungsmoral, niedrigen Margen, Bürokratie und Personalmangel leiden.

Warschau. Unter kleinen und mittleren Transportfirmen (KMU-Unternehmen) in Polen ist die Unzufriedenheit mit ihrer aktuellen Lage am größten. Wie eine Umfrage bei 500 kleinen und mittleren Unternehmen (darunter auch Ein-Personen-Firmen) verschiedener Branchen im Land ergab, würden 59 Prozent der befragten Spediteure heute einen anderen Sektor wählen, wenn sie noch einmal bei null anfangen könnten.

Andere Branchen wie Handel (33 Prozent Unzufriedenheit), Industrieproduktion (32 Prozent), Dienstleistung (21 Prozent) und Bau (18 Prozent) schnitten in der Umfrage hingegen deutlich besser ab. Im Durchschnitt aller Sektoren würde jeder dritte Unternehmer rückblickend ein anderes Feld wählen. Die Umfrage wurde vom Institut Keralla Research im Auftrag des Inkasso-Dienstleisters BIG InfoMonitor durchgeführt.

Größtes Ärgernis für die meisten Transporteure ist die schlechte Zahlungsmoral der Empfänger ihrer Lieferungen. Sechs von zehn befragten polnischen Spediteuren – oft Familienbetriebe – bezeichneten dies als ihr Hauptproblem. Der Vorstandschef von BIG InfoMonitor, Slawomir Grzelczak, nannte dies den „besten Beweis dafür, dass ein gewonnener Auftrag allein noch keinen Erfolg“ garantiere. Die weiteren größten Problemfelder sind aus Sicht der Transporteure zu niedrige Gewinnmargen, zu viele gesetzliche Regulierungen und ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern. (mk)

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