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Gruber Logistics setzt auf Bio-LNG

05.07.2021 15:19 Uhr
Gruber Iveco LNG Tankstelle
Martin Gruber, CEO Gruber Logistics und Andrea Condotta, Public Affairs & Innovation Manager Gruber Logistics, bei der Einweihung der Bio-LNG-Tankstelle an einer Autoporto-Sadobre-Raststätte
© Foto: Iveco

Gruber Logistics, APS Fuel und HAM arbeiten bei der Errichtung eines ersten emissionsfreien grünen Korridors in Europa zusammen. Der Südtiroler Logistikdienstleister setzt dabei auf den mit Bio-LNG betriebenen Iveco S-Way.

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Ulm. Bereits im Februar hatte Gruber Logistics im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie 100 mit Flüssiggas (LNG) betriebene Iveco S-Way geordert. Nun wollen das Südtiroler Unternehmen, der Tankstellenbetreiber APS Fuel und Bio-LNG Lieferant HAM bei der Errichtung eines ersten emissionsfreien grünen Korridors in Europa zusammenarbeiten. Wie Iveco mitteilt, nutze das Projekt Biomasse zur Kraftstoffherstellung und biete eine vollständige Zertifizierung der Lieferkette, von der Produktion bis zur Nutzung. Die Erstbetankung einiger neuer Iveco-Fahrzeuge fand nun während der Einweihung der Bio-LNG-Tankstelle an einer Autoporto-Sadobre-Raststätte statt.

„Wir sind stolz darauf, dass Gruber Logistics sich erneut für Iveco-Fahrzeuge entschieden hat und bewusst und vorausschauend in die Bio-LNG-Technik investiert“, sagte Fabrizio Buffa, Alternative Propulsions Manager für den italienischen Markt bei Iveco. Bio-LNG sei „die Gegenwart und die Zukunft des CO2-neutralen Schwerlasttransports."

Eigene Vertriebsinfrastruktur für Biokraftstoff

APS Fuel (Autoporto Sadobre) hat eine eigene Vertriebsinfrastruktur für Biokraftstoff aufgebaut, um fossiles Gas und Biogas strikt voneinander zu trennen. Roberto Padovani, Eigentümer der Tankstelle, betont die Einzigartigkeit der Anlage: „Bisher wurde Biogas mit normalem Methan in das Verteilernetz eingespeist und dann verflüssigt oder zu Tankstellen gebracht, wo es wieder mit fossilen Kraftstoffen gemischt wird. Mit dem Bau eines eigenen Speichertanks sind wir die einzige Tankstelle in Europa, die die Reinheit des Biokraftstoffs garantieren kann.“ Bis Ende 2021 soll die Anlage demnach zusätzlich mit einer Wasserstoff-Tankstelle aufgerüstet werden-

Riccardo Piccolo von HAM, der Bio-LNG Lieferant, hebt hervor, dass „es nicht nur ein Kraftstoff ist, der die Emissionen im Vergleich zum Diesel um bis zu 95 Prozent reduzieren kann, sondern auch die CO2-Emissionen der biogenen Reststoffe in der Herstellung.“ Das mache ihn zu einem emissionsfreien Kraftstoff.

Martin Gruber, CEO des gleichnamigen Logistik- und Transportunternehmens, nutzt exklusiv diesen umweltfreundlichen Kraftstoff: „Die Zukunft, die wir uns vorstellen, ist eine mit emissionsarmen Kraftstoffen, die sich auch für den kombinierten Verkehr eignen. Heute schlagen wir ein neues Kapitel für den gesamten europäischen Transportsektor auf." (mh)

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