Joachim Drees

MAN-Vorstandschef Joachim Drees

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MAN-Chef wirft Bundesregierung falsche Förderpolitik vor

Die Bundesregierung hält Fördergelder bereit, um unter anderem Entsorgungsfahrzeuge nachrüsten zu können. Nach Ansicht von Joachim Drees ist das jedoch der falsche Weg.

München. MAN-Vorstandschef Joachim Drees hat die Verkehrs- und Umweltpolitik der Bundesregierung kritisiert. Auf der Hauptversammlung des zum VW-Konzern gehörenden Lastwagenbauers bemängelte Drees am Mittwoch in München „eine nicht ausreichend zukunftsorientierte Politik, die auf die Nachrüstung von Stadtbussen und möglicherweise auch Kommunalfahrzeugen setzt”. Statt mit Fördergeldern alte Dieselfahrzeuge mit hohem Verbrauch länger im Markt zu halten, sollte „die Politik ihre Aktivitäten auf wirklich effektive Maßnahmen” konzentrieren. 

Die Bundesregierung will rund 28.000 Stadtbusse und in einem zweiten Schritt auch Müllfahrzeuge und Krankenwagen nachrüsten. Dafür will Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Kommunen 107 Millionen Euro zur Verfügung stellen. MAN-Chef Drees sagte, sein Unternehmen treibe alternative, klimaschonende Motoren voran. Die Politik müsse aber parallel „zügig und koordiniert bei Zukunftsthemen die erforderlichen Voraussetzungen schaffen - mit Förderungen, bei Infrastrukturen und bei Gesetzen”.

Auskünfte zur Aufspaltung erwartet

Die MAN-Aktionäre erwarteten auf der Hauptversammlung Auskünfte zur geplanten Aufspaltung des Konzerns. Volkswagen hält 75 Prozent der Anteile und will jetzt die MAN-Lastwagensparte mit dem zu VW gehörenden schwedischen Lkw-Hersteller Scania zusammen für einen Börsengang vorbereiten. Die kleinere MAN-Sparte Diesel & Turbo, die 15.000 Mitarbeiter beschäftigt und Schiffsmotoren und Kompressoren für die Industrie herstellt, soll abgetrennt und erst einmal in den VW-Konzern eingegliedert werden. MAN beschäftigt in Deutschland rund 31.000 Mitarbeiter. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special FÖRDERPROGRAMME TRANSPORT UND LOGISTIK.

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