Lkw, Frankreich, A 16, Calais

Wie nach dem Ausbruch der Corona-Krise im März kam es erneut zu langen Staus auf dem Weg zum Grenzübergang IN Calais

©Johan Ben Azzouz/MAXPPP/dpa/picture-alliance

Lkw stauen sich vor Grenzübergängen zu Großbritannien

Wenige Wochen vor einer neuen Etappe beim britischen EU-Austritt kommt es an der nordfranzösischen Küste zu langen Wartezeiten vor dem Eurotunnel, weil sich die Briten massiv mit Gütern eindecken.

Calais. Wenige Wochen vor einer neuen Etappe beim britischen EU-Austritt kommt es an der nordfranzösischen Küste zu langen Staus von Lastwagen. Die örtliche Präfektur rief Lkw-Fahrer aufgrund der Einrichtung von Lagerzonen und dafür notwendiger Verkehrsumleitungen dazu auf, die an der Hafenstadt Calais vorbeiführende Autobahn A 16 zu meiden. Die Briten deckten sich massiv mit Gütern ein, sagte der örtliche Generalsekretär des französischen Spediteursverbandes FNTR, Sébastien Rivéra. Sie fürchteten Zölle, die ab dem 1. Januar eingesetzt werden, falls die EU und Großbritannien sich nicht auf ein Abkommen einigen.

Am Donnerstag warteten auf dieser Autobahn rund 200 Lastwagen darauf, den Tunnel unter dem Ärmelkanal in Richtung Großbritannien nutzen zu können, wie die Nachrichtenagentur „AFP“ berichtete. Rivéra sprach von einer katastrophalen Situation, die auch dem schlechten französischen Grenzmanagement geschuldet sei.

Brexit-Handelspaket immer noch nicht fix

Die EU und London verhandeln immer noch über einen Brexit-Handelspakt. Am Jahresende endet die Übergangsphase nach dem britischen EU-Austritt von Ende Januar und Großbritannien verlässt auch den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Ohne Anschlussvertrag drohen Zölle und hohe Handelshürden. Die Wirtschaft befürchtet schwere Verwerfungen. (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special GROSSBRITANNIEN UND IRLAND.

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Großbritannien und Irland, Stau, Streik und Unwetter, Markt für Transport, Spedition und Logistik


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