Linde Material Handling (MH) bietet weitere Elektro-Stapler für explosionsgefährdete Bereiche an. Wie der Aschaffenburger Hersteller mitteilt, seien die Modelle Linde E14 – E20 EX (Dreirad) und Linde E16 – E20 P EX (Vierrad) für den Einsatz in den ATEX-Zonen 1/21 und 2/22 zertifiziert. Insgesamt gibt es 14 Modelle mit unterschiedlichen Chassisgrößen und Tragfähigkeiten bis zwei Tonnen. Mit der Erweiterung des Portfolios an EX-geschützten Elektrostaplern will Linde MH insbesondere Branchen wie die Elektromotoren- und Batteriefertigung, Halbleiterproduktion oder Recycling adressieren.
Gleiches "Look & Feel" wie in Serienfahrzeugen
Die Umrüstung der Stapler findet laut Linde MH in direkter Nähe zur Serienproduktion in Aschaffenburg statt. „Wir bestellen schon aus der Nullserie die ersten Prototypen, haben Zugriff auf sämtliche Entwicklungsunterlagen und können unseren Kunden deshalb zeitnah das EX-geschützte Modell für die anspruchsvollere Zone 1/21 vorstellen“, erläutert Elke Karnarski, Produktmanagerin EX-Proof Trucks & Safety Solutions bei Linde MH.
Druckfeste Gehäuse mit elektronischen Komponenten werden demnach so verbaut, dass sie die Fahrzeugkontur nicht verändern. Die Fahrer sollen so dasselbe „Look & Feel“ wie in den Serienfahrzeugen bekommen.
Spezielle Motorentechnik für Zone 1/21
Linde MH verbaut in den EX-Schutz-Modellen keinen Standardmotor. Schließlich muss in explosionsgefährdeten Bereiche die Temperatur aller Komponenten, die Wärme erzeugen, exakt kontrolliert werden. Laut Karnarski werden für die Zone 1/21 Motoren mit einer speziellen Wicklung in einer höheren Isolationsklasse eingebaut. Zusätzlich wurden Sensoren direkt in die Wicklung eingebaut. „Wir messen also die Temperatur kontinuierlich dort, wo sie entsteht.“
Assistenzsysteme erhöhen Sicherheit
Auf Wunsch stehen Linde-typisch zahlreiche Ausstattungsoptionen bereit. Die Rückfahrkamera hat Linde MH mit KI darauf trainiert, zwischen Menschen und einem Objekt unterscheiden zu können. Das Fahrzeug kann laut Karnarski erkennen, wie weit weg sich ein Fußgänger vom Fahrzeug befindet, und leitet dann den Bremsvorgang ein. Der so genannte „Reverse Assist Radar“ sorgt nicht nur dafür, dass die Geschwindigkeit reduziert wird, sondern kann das Fahrzeug bis zum Stopp abbremsen. Mithilfe des Assistenzsystems Linde Safety Guard lassen sich zudem Geschwindigkeitszonen einrichten. Ebenso optional erhältlich sind verschiedene Lichtlösungen und auch eine beheizbare Kabine.