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Italiens Transportunternehmen fühlen sich in der Corona-Krise von Österreichs Grenzkontrollen bewusst ausgebremst

©Sven Hoppe/dpa/picture-alliance

Italiens Transporteure kritisieren Österreichs Grenzkontrollen

Der Branchenverband Anita moniert anhaltende Engpässe bei der Lkw-Abfertigung am Brenner und vermutet dahinter eine bewusste Maßnahmen gegen die italienische Wirtschaft.

Rom. Einen ständigen Verstoß gegen die EU-Regeln von Freizügigkeit und Wettbewerb wirft der italienische Frächterverband Anita dem österreichischen Staat vor. In einer Aussendung kritisiert er erneut Engpässe bei der Lkw-Abfertigung am Brenner.

„Es ist bemerkenswert, dass sobald der Warenstrom aus Italien in Richtung Brenner wieder zunimmt, die österreichischen Gesundheitschecks auf alle Lkw-Fahrer zunehmen“, kritisierte der Verbandspräsident, der aus Südtirol stammende Thomas Baumgartner. Daraus könne eine Instrumentalisierung des Notstands geschlossen werden, um die italienische Wirtschaft zu stoppen. Aus seiner Sicht sei bisher der Umweltschutz von Österreich als Ausrede genutzt worden.

„Diese Lage ist nicht mehr tolerierbar und benötigt eine starke Reaktion der italienischen Regierung", so Baumgartner.  Deshalb rief der Frächterverband Anita Italiens Verkehrsministerin Paola De Micheli zum Handeln auf. Von Österreich verlangte er zudem die Nachtgebühr für Lkw vom Brenner bis Innsbruck zu senken, um den Verkehr über 24 Stunden zu strecken und morgendliche Stoßzeiten zu vermeiden. (ms)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ITALIEN – TRANSPORT & LOGISTIK.

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