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Die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland wird als schlecht eingestuft und die Erwartungen sind ebenfalls trübe

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Ifo-Geschäftsklimaindex stürzt ab

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist drastisch gefallen, auf 74,3 Punkte im April 2020 nach 85,9 Punkten im März. „Die Coronakrise trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

München. Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat im April einen neuen Tiefpunkt erreicht. Der Index, der als wichtigster Indikator für die aktuelle Stimmung in der deutschen Wirtschaft gilt, stürzte von 85,9 Punkten im März 2020 auf 74,3 Punkte im April 2020 ab. Dies ist der niedrigste jemals gemessene Wert. Einen stärkeren Rückgang hat es noch nicht gegeben. „Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen ist katastrophal“, fasste Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis des Index zusammen.

Auch der Ausblick fällt ernüchternd aus

Als Grund für den Absturz gibt das Institut vor allem die massive Verschlechterung der aktuellen Lage an. Aber auch der Ausblick ist ziemlich trübe: „Die Unternehmen blickten noch nie so pessimistisch auf die kommenden Monate“, sagte Fuest.

Die schlechte Einschätzung durchzieht die gesamte deutsche Wirtschaft. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex auf den niedrigsten Wert seit März 2009 gefallen. Die aktuelle Geschäftslage der Industriefirmen verschlechterte sich dramatisch.

Aber auch im Handelhat sich der Sturzflug des Geschäftsklimaindikators fortgesetzt. Die Urteile zur aktuellen Geschäftslage haben sich noch nie so schnell verschlechtert. Der Negativrekord vom März bei den Erwartungen wurde nochmals unterboten.

Ein kleiner Lichtblick: das Bauhauptgewerbe

Im Bauhauptgewerbe ist der Index noch nie so stark gesunken wie jetzt im April. Gleiches gilt für den Indikator der aktuellen Lage sowie für die Erwartungen. Immerhin, ein kleiner Lichtblick: Mit ihrer aktuellen Lage sind die Baufirmen mehrheitlich noch zufrieden. (cd)

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