Binnenschifffahrt

Laut Regina Güntert gibt es Subventionen für Bahn und Straße, aber die Schifffahrt führt ein Nischendasein

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Haupthafenmeisterin fordert mehr Hilfe für deutsche Binnenschiffer

Der Haupthafenmeisterin Regina Güntert zufolge transportieren nur noch knapp 2400 deutsche Binnenschiffe Waren von A nach B – 1994 waren es noch gut 3300. Sie kritisiert diese Entwicklung und ruft die Politik zum Handeln auf.

Mannheim. Die Politik vernachlässigt nach Ansicht von Deutschlands einziger Haupthafenmeisterin die Binnenschifffahrt. „Als einziger und dazu noch umweltverträglichster Verkehrsträger mit erheblichen freien Kapazitäten hätte die Binnenschifffahrt mehr staatliche Förderung verdient“, sagte die Mannheimer Haupthafenmeisterin Regina Güntert der Deutschen Presse-Agentur.

Die 52-Jährige sieht auch eine Schieflage im Vergleich zu anderen Transportwegen: „Subventionen gibt es für Bahn und Straße, aber die Schifffahrt führt ein Nischendasein.“ In den Niederlanden sei das anders. Dort gebe es leichter Kredite und Fördermittel. Nicht umsonst stellten die Niederländer die Mehrzahl der Schiffer auf dem Rhein.

Derzeit transportieren nach Angaben der gelernten Binnenschifferin nur noch knapp 2400 deutsche Binnenschiffe Waren von A nach B. Im Jahr 1994 waren es noch gut 3300. Gründe für den Schwund seien Personalmangel und schrumpfende Gewinne. (dpa/ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special BINNENSCHIFFFAHRT & MULTIMODALE TRANSPORTE.

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