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Ford will Geld sparen und trennt sich deshalb vom Lkw-Geschäft in Südamerika

©Simon Belcher/dpa/picture-alliance

Ford stellt Lkw-Geschäft in Südamerika ein

Der zweitgrößte US-Fahrzeughersteller plant, sein kriselndes Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen in Lateinamerika aufzugeben. Betroffen ist unter anderem die Produktion der Modelle F-4000 und F-350.

Sao Paulo. Der zweitgrößte US-Fahrzeugbauer Ford will sein kriselndes Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen in Südamerika aufgeben. Als Folge dessen werde man die Produktion im brasilianischen Werk São Bernardo do Campo im Laufe des Jahres einstellen, teilte der Konzern am Dienstag in Sao Paulo mit. Der Verkauf der Truck-Modelle F-4000 und F-350 sowie des Kleinwagens Fiesta werde beendet, sobald die Lagerbestände abverkauft seien.

Die Entscheidung sei nach Monaten der Suche nach Alternativen erfolgt, es seien sowohl Partnerschaften als auch ein Verkauf des Geschäftszweigs in Betracht gezogen worden. „Wir wissen, dass dies schwerwiegende Auswirkungen für unsere Mitarbeiter in São Bernardo hat“, erklärte Ford in seiner Mitteilung. Nach Angaben des Unternehmens waren in dem Werk zuletzt 2782 Angestellte beschäftigt.

Ford will Geld sparen

Der Ausstieg aus dem Lkw-Geschäft soll Ford Geld sparen und helfen, in Südamerika wieder profitabel zu werden. Zunächst würden jedoch Sonderkosten von rund 460 Millionen Dollar (406 Millionen Euro) vor Steuern etwa für Kündigungen und Abfindungen anfallen, teilte Ford mit.

Der US-Fahrzeugersteller will einen tiefgreifenden Konzernumbau durchziehen und die Kosten drastisch senken. International laufen die Geschäfte schlecht – im vierten Quartal geriet Ford in die roten Zahlen und machte in jeder Region außer dem Heimatmarkt Nordamerika Verluste. Besonders groß sind die Probleme in China und auch in Europa, wo ebenfalls Tausende Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LATEINAMERIKA – LOGISTIK.

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Lateinamerika – Logistik, Ford Nutzfahrzeuge

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