Laut Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel zahlen derzeit 29,3 Prozent der Logistik-Unternehmen ihre Rechnungen nicht oder nur verspätet

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Corona-Krise verschlechtert Zahlungsmoral der Logistiker

Die Corona-Krise wirkt sich insgesamt deutlich auf die Zahlungsmoral von Unternehmen in Deutschland aus, wie eine Analyse der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel zeigt. Die Logistik ist davon deutlich betroffen.

München. Die Zahlungsmoral von Unternehmen ist angesichts der Corona-Pandemie stark gesunken. Das hat eine Analyse von der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel gezeigt. In Deutschland zahlt laut dem Dienstleister für Kredit- und Bonitätsinformationen derzeit mehr als jedes zehnte Unternehmen (11,5 Prozent) die Rechnungen nicht oder nur mit Verspätung. Auch Unternehmen aus der Logistik sind aktuell nach Angaben von Crifbürgel vermehrt von Zahlungsproblemen betroffen. Demnach zahlen derzeit 29,3 Prozent der Unternehmen aus dieser Branche die Rechnungen nicht oder nur verspätet.

Insgesamt ist in Berlin die Quote der Nicht- und Spätzahler mit 18,9 Prozent am höchsten. Auch in Bremen ist die Quote mit 18,2 Prozent höher als der Bundesdurchschnitt. Am besten ist die Zahlungsmoral derzeit in Thüringen – hier zahlen nur 8,2 Prozent der Unternehmen die Rechnungen nicht oder verspätet. Überfällige Rechnungen werden derzeit in Deutschland mit einem Verzug von rund 34,4 Tagen bezahlt (Stand 02. Juni 2020). Im Januar 2020 lag der durchschnittliche Zahlungsverzug noch bei 26,4 Tagen. (ja/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special CORONA EPIDEMIEN & SEUCHEN – TRANSPORT UND LOGISTIK.

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