"Lasst euch von niemandem einreden, dass es Jobs gibt, die nur Jungs oder Mädchen machen können", sagte CFO der HGK Gruppe Susanne Pietsch den 15 Mädchen und zwei Jungen zur Begrüßung am Girls' Day 2026 in Köln.
Die HGK LI hatte Schülerinnen eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und unterschiedliche Arbeitsfelder der Logistik kennenzulernen. An mehreren Standorten im Kölner Raum erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke in operative Abläufe, technische Bereiche und die Steuerung des Schienenverkehrs:
Der erste Programmpunkt führte an ein Containerterminal in Köln. Dort standen die Umschlagprozesse im Fokus, die für den kombinierten Verkehr zwischen Schiene, Straße und Wasserstraße zentral sind. Die Kinder bekamen einen Eindruck davon, wie
Container im Terminal bewegt werden, wie sie in Stand gehalten werden und wie viele Menschen an einem Umschlag beteiligt sind.
Anschließend ging es in Lok- und Waggonwerkstätten. Hier wurden technische Arbeitsfelder vorgestellt, die für den Betrieb und die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen notwendig sind. Der Werkstattbesuch machte sichtbar, welche handwerklichen und technischen Tätigkeiten hinter dem täglichen
Güterverkehr stehen.
Zum Abschluss besuchten die Kinder die Netzleitzentrale in Kendenich. Dort wurde gezeigt, wie Verkehre über viele Bildschirme überwacht und koordiniert werden.
Mit dem Girls’ Day 2026 bekommen Schülerinnen praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder – auch in Bereiche, die traditionell von Männern dominiert sind. Wenn Mädchen Lust auf eine der vielfältigen Arbeiten in der Logistik haben, sollten auch sie dort Fuß fassen können. Dass das abschreckende Bild, dass man viel Körperkraft im Hafen braucht, nicht unbedingt stimmt, konnten die Kinder in Köln mit eigenen Augen sehen: Viel wird durch Maschinen und Digitalisierung vereinfacht.
Die Arbeit in der Logistik ist jedoch nicht nur eine Option für die Mädchen - die Mädchen sind eine große Chance für die Logistikbranche: Hier steckt noch ein großer Teil der Bevölkerung, der beim Fachkräftemangel etwas Gewicht abfedern könnte. Es liegt an Betrieben, das Potential zu erkennen, und sich zu bemühen, die Jobs für ihren potentiellen Nachwuchs attraktiv zu gestalten.