Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger fordert mehr Wasserstoffeinsatz und weniger Verbrenner-Bashing

©FrankHoermann/Sven Simon/picture-alliance

Aiwanger fordert Lkw-Kaufprämie und Hilfen für Wasserstoffantrieb

Bayerns Wirtschaftsminister macht vor dem Autogipfel von Bundeskanzlerin und Ländern Druck – um Arbeitsplätze in der Industrie zu sichern und Transportunternehmen beim Umstieg zu unterstützen.

München. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) hat vom Bund ein Flottenaustauschprogramm mit Kaufprämien für Lastwagen gefordert. „Das sichert Arbeitsplätze und nutzt der Umwelt. Es kann doch nicht sein, dass zehntausende hochmoderne Lkw aufgrund des Corona-Einbruchs unverkauft auf Halde stehen, während gleichzeitig viele alte Stinker im Einsatz sind“, sagte der Staatsminister am Dienstag vor dem Autogipfel der Bundesregierung mit den Ländern und der Industrie.

Zudem müsse es mehr Hilfen für den Wasserstoffantrieb bei Lastwagen und Autos geben. Neben dem Batterieantrieb seien Wasserstoff und Brennstoffzelle notwendig, um die hohen CO2-Grenzwerte einzuhalten. „Wer die Latte so hoch legt wie EU und Bund, muss auch ein Sprungbrett hinstellen“, sagte Aiwanger.

EU-Pläne, die Abgasgrenzwerte für Autos bis 2025 noch einmal drastisch zu verschärfen, lehnte er ab: „Die Vorgaben dieser EU-7-Norm sind übertrieben.“ Mitten in der Corona-Krise würde das die Branche stark belasten. Die Auto- und Zuliefererindustrie sei der wichtigste Industriesektor Bayerns mit mehr als 200.000 Arbeitsplätzen, 116 Milliarden Euro Umsatz und einer Exportquote von 67 Prozent. Es müsse alles getan werden, um die Branche beim Technologiewandel zu unterstützen. „Wir brauchen mehr Wasserstoffeinsatz und weniger Verbrenner-Bashing“, sagte Aiwanger. (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION BAYERN.

1000px 588px

Logistikregion Bayern, Markt für Lkw & Nutzfahrzeuge


WEITERLESEN: