ABX Logistics steht zum Verkauf

Die hoch verschuldete belgische Bahngesellschaft SNCB will ihre Logistiktochter ABX noch in diesem Jahr abstoßen. Nach Angaben des neuen Bahnchefs Jannie Haek muss die SNCB für 2004 einen Verlust von 350 Millionen Euro und damit 17 Millionen mehr als im Vorjahr verbuchen.

Brüssel. Bisher seien der Bahn durch ihren weltweit in über 30 Ländern operierenden Frachtzustelldienst Kosten von mehr als einer Milliarde Euro entstanden. Entgegen der bisherigen Absicht der SNCB, bei einem Verkauf von ABX Logistics mindestens 25 Prozent ihrer Beteiligung zu behalten, sei man nunmehr bei einem guten Angebot bereit, alle Anteile an private Investoren zu veräußern, ließ Haek wissen. Bereits bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2004 hatte der Bahnchef am 25. Februar in Brüssel einräumen müssen, dass die Schulden der Staatsbahn von sechs auf 8,3 Milliarden Euro gestiegen seien. Schon Ende 2002 hatte die SNCB versucht, ihr Tochterunternehmen mit einer Finanzspritze von 250 Millionen Euro und einem Sanierungsplan vor dem Konkurs zu retten.

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