Tacho-Fristhürde: Ein EU-Land droht jetzt sogar mit Knast!

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Achtung, Kontrolle! Europaweit haben die Ordnungshüter die Einhaltung der Vorschriften des Mobilitätspaket 1 im Blick.
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Das EU-Mobilitätspaket 1 greift im grenzüberschreitenden Güterverkehr ab 2,5 Tonnen seit dem 1. Juli gnadenlos durch. Wer die Umrüstung auf den Smart Tacho 2 versäumt, riskierte hohe Strafen. Eine aktuelle Bußgeldübersicht zeigt, wo es für Speditionen jetzt richtig teuer wird - und warum ausgerechnet Frankreich mit einer beispiellosen Härte alle Rahmen sprengt.

Die Schonfrist im europäischen Transportwesen ist endgültig vorbei. Im Zuge des EU-Mobilitätspakets 1 läuft die schrittweise Pflicht zur Nachrüstung des intelligenten Fahrtenschreibers der Version 2 (Smart Tachograph Version 2, z. B. DTCO 4.1 oder Gen2 v2) auf Hochtouren. Seit dem 1. Juli haben sich die Regeln noch einmal deutlich verschärft: Seit diesem Stichtag unterliegen im grenzüberschreitenden Güterverkehr auch leichtere Nutzfahrzeuge ab 2,5 Tonnen zwingend der Tachographenpflicht.

Viele Flottenbetreiber unterschätzen das finanzielle Risiko, das mit einer verzögerten Umrüstung einhergeht. Ein Blick auf die aktuellen Bußgeldsätze in Europa zeigt: Wer ohne zugelassenen oder fristgerecht nachgerüsteten Tacho erwischt wird, gefährdet die wirtschaftliche Existenz seines Unternehmens.

Grenzkontrollen im Vorbeifahren: Kein Entkommen dank Fernauslesung

Die Zeiten, in denen Fahrzeuge für eine Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten zeitaufwendig auf den Rastplatz geleitet werden mussten, sind vorbei. Moderne Kontrollbehörden setzen im grenzüberschreitenden Verkehr verstärkt auf die DSRC-Technologie (Dedicated Short Range Communication).

  • Kontrolle per Funk: Mittels Fernauslesung können Kontrolleure im Vorbeifahren Daten des Fahrtenschreibers abfragen.
  • Gezieltes Rauswinken: Wird dabei festgestellt, dass kein Smart Tacho 2 verbaut ist oder die Fristen missachtet wurden, wird das Fahrzeug sofort aus dem Verkehr gezogen.
  • Keine Grauzone: Im grenzüberschreitenden Güterverkehr kommt damit heute praktisch niemand mehr unbemerkt ohne den neuen Tachographen durch.
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Die Höhe einer möglichen Geldstrafe bei Verstößen ist in allen europäischen Ländern unterschiedlich geregelt.
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Der Bußgeld-Katalog: Wo es für Speditionen richtig teuer wird

Die Strafen bei Nichteinhaltung der Vorschriften variieren in Europa erheblich, bewegen sich aber fast durchgehend auf einem schmerzhaften Niveau:

Einige Beispiele:

Land Strafmaß bei Verstößen
Deutschland 750 – 30.000 Euro
Spanien 2.000 – 4.000 Euro
Slowenien Bis über 3.400 Euro
Schweden Ca. 1.700 Euro
Niederlande 4.400 Euro

Die Höhe der Geldstrafe richtet sich unter anderem danach, ob entweder nur der intelligente Tachograph der zweiten Generation noch nicht eingebaut und verwendet wurde, oder überhaupt kein zugelassener Tachograph im jeweiligen Fahrzeug vorhanden ist.

Während Deutschland mit einem maximalen Strafrahmen von bis zu 30.000 Euro den rechtlichen Höchstwert markiert und die Bußgelder in der Praxis eher geringer ausfallen, zeigt sich die Praxis in anderen Ländern oft kompromisslos. In den Niederlanden oder in Spanien werden vierstellige Summen sofort und ohne großen Spielraum fällig.

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In Frankreich werden Verstöße gegen die Vorschriften besonders hart geahndet. Im schlimmsten Fall droht hier sogar das Gefängnis.
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Die große Überraschung: Ein Jahr Gefängnis in Frankreich!

Wer glaubt, dass es bei Tacho-Verstößen immer nur um Geldstrafen geht, der wird beim Blick auf unsere westlichen Nachbarn eines Besseren belehrt. Frankreich überrascht die Branche mit der potenziell härtesten Regelung Europas, allerdings differenzieren die französischen Behörden sehr genau zwischen einem bloßen Fristversäumnis und krimineller Energie.

Richtig drakonisch wird es hier nämlich bei Vorsatz und Betrug: Wertet Frankreich ein Vergehen als schweren Transportrechtsverstoß oder Betrugstatbestand, etwa durch das bewusste grenzüberschreitende Fahren ohne Tachographen, die Manipulation von Aufzeichnungen, Falschangaben gegenüber den Behörden oder eine systematische Umgehung des Mobilitätspakets, droht neben einer Geldstrafe von 30.000 Euro sogar bis zu ein Jahr Gefängnisstrafe. Bei solchen vorsätzlichen Täuschungsversuchen greift der Gesetzgeber mit dieser beispiellosen Härte durch.

Die Maßnahme verdeutlicht, dass die EU-Mitgliedstaaten die Einhaltung des Mobilitätspakets 1 und die Integrität der Tacho-Daten extrem ernst nehmen.

Sichern Sie Ihre Flotte ab!

Um kostspielige Stillstandszeiten, hohe Bußgelder oder gar strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden, ist schnelles Handeln gefragt. Als langjähriger Experte im Bereich Werkstatt- und Flottenlösungen steht Ihnen Kienzle als Partner bei der Nachrüstung des Smart Tachograph Version 2 zur Seite.

Eine Übersicht über die derzeit geltenden Bußgelder in Europa hat Kienzle unter dem folgenden Link zum Download bereitgestellt: https://kienzle.de/wp-content/uploads/EU-Bussgelder_Mobipaket.pdf

Alle Informationen rund um das Mobilitätspaket 1 sowie die Anmeldemöglichkeit zu kostenlosen Live-Webinaren finden Sie unter: https://kienzle.de/eu-mobilitaetspaket/


Kienzle Automotive

Die Kienzle Automotive GmbH mit Sitz in Mülheim an der Ruhr ist führend bei Tachographen- und Telematiklösungen für Nutzfahrzeuge in Deutschland. Mit einem herstellerunabhängigen Ansatz kombiniert Kienzle Systeme verschiedener Anbieter mit eigenen Modulen. Vom Rollout bis zum Support bietet Kienzle seinen Flotten- und Werkstattkunden den Service aus einer Hand an.




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