Grafenwöhr/Vilseck. Das Thema Drohnen hatte erst am Ende des vergangenen Jahres die Logistikwelt in große Aufregung versetzt. Während zunächst Amazon Testflüge startete und auch DHL die Flugobjekte zum Transport von Sendungen probeweise fliegen ließ, sorgt das Thema beim deutschen Durchschnittsbürger allerdings noch weiter für große Verunsicherung. Anders lässt es sich auf jeden Fall nicht erklären, dass erst vor wenigen Tagen eine fliegende Drohne die Bewohner der Oberpfalz in Bayern in große Aufregung versetzt hatte. Dort war eine US-Drohne vom Typ Hunter vom Truppenübungsplatz Grafenwöhr abgeflogen und etwa zwei Stunden in geringer Höhe über eine Ortschaft bei Vilseck (Landkreis Amberg/Sulzbach) gekreist.
Auf Nachfrage habe die US-Armee erklärt, dass der Kommandeur der Übung eine falsche Route gewählt habe. Darüber hinaus sei dem Bürgermeister des Ortes versichert worden, dass künftig keine Drohnenflüge mehr über die Grenzen des Truppenübungsplatzes hinausgehen.
Seit Monaten regt sich in der Oberpfalz Unmut über Drohnenflüge der US-Armee. Bislang waren jedoch keine Flüge über ziviles Gebiet bekannt. Für Transitflüge von Grafenwöhr zum benachbarten Übungsplatz Hohenfels hatte das Amt für Flugsicherung der Bundeswehr und die Deutsche Flugsicherung zusammen mit der US-Army zwei Luftkorridore östlich von Amberg und westlich von Sulzbach geschaffen. Die Drohnen müssen in einer Höhe von mindestens 3300 Meter fliegen und bewohnte Gebiete meiden. (dpa/sno)