Puttgarden/Stralsund. Die angeschlagene Stralsunder Volkswerft hat einen neuen Großauftrag an Land gezogen. Die Reederei Scandlines unterzeichnete einen Vertrag über den Bau zweier Fähren, die ab 2012 auf der Ostsee-Route zwischen Rostock und dem dänischen Gedser eingesetzt werden sollen. Dies teilte Scandlines am Freitag am Firmensitz in Puttgarden mit. Die Volkswerft bestätigte den Auftragseingang. Zusammen mit geplanten Erneuerungen der Hafenanlagen belaufe sich die Investition auf 230 Millionen Euro. Mit den beiden Schiffen will Scandlines die Fährkapazität trotz des beschlossenen Baues der Fehmarnbelt-Querung von 2013 an verdoppeln. Aus der zur Bremer Hegemann-Gruppe gehörenden Volkswerft hieß es, der Auftrag für die zwei 169 Meter langen Fähren sei „einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg der wirtschaftlichen Gesundung“ des Unternehmens. Vize-Geschäftsführer Siegfried Crede erklärte, mit dem Abschluss seien „intensive Verhandlungen“ erfolgreich beendet worden. Die Volkswerft war im vorigen Jahr nur knapp der Insolvenz entgangen. (dpa)
Zwei neue Fähren für Scandlines
Großauftrag für Stralsunder Volkswerft: Fährkapazität zwischen Rostock und Gedser soll verdoppelt werden