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Zugunglück: Bahn weist Versäumnis-Vorwürfe zurück

Bei dem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt sind zehn Menschen ums Leben gekommen
© Foto: dapd/Jens-Ulrich Koch

Laut Medienberichten soll die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium von Problemen auf der Unfallsstrecke gewusst haben


Datum:
07.02.2011
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Berlin. Die Gefahren der Unfallstrecke von Magdeburg nach Halberstadt waren der Deutschen Bahn und dem Bundesverkehrsministerium laut Magazin "Spiegel" seit mehr als zehn Jahren bekannt. Nach dem Bericht soll sich die Bahn bereits vor zehn Jahren verpflichtet haben, rund 11.500 Schienenkilometer im Osten mit der sogenannten punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB) auszurüsten. Das PZB-Programm sei aber "versandet". Mit diesem Sicherheitssystem werden Züge, die Haltesignale überfahren, automatisch gestoppt.

Die Deutsche Bahn AG wies den Bericht am Samstag zurück. Die Bahn habe seit Ende der 1990er Jahre mehrere Tausend Streckenkilometer vor allem in den neuen Bundesländern mit der PZB ausgerüstet, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag. Das Streckennetz der Deutschen Bahn entspreche damit vollständig den gesetzlichen Anforderungen. In Ostdeutschland sind laut Bahn nun insgesamt rund 6600 Kilometer mit dem zusätzlichen Sicherungssystem ausgestattet.

Solche Vorkehrungen fehlten allerdings an der Unglückstelle zwischen Magdeburg und Halberstadt. Vorgeschrieben ist das System nämlich nur auf Strecken, bei denen eine Höchstgeschwindigkeit über 100 Kilometer pro Stunde zugelassen ist. Dies ist dort nicht der Fall.

Auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) betonte, dass der Zugunfall bei Hordorf auf dieser Strecke mit zehn Toten nicht auf das Versagen der Deutschen Bahn zurückgeht. "Hätte der Güterzug die Haltesignale nicht - wie es scheint - überfahren und wäre er dem Aufruf zum Nothalt gefolgt, wäre dieser Unfall nicht passiert", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung". (dpa)

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