Zu alte LKW im italienischen Straßengüterverkehr

04.05.2004 11:00 Uhr

Trotz staatlicher Finanzierungsbeihilfen keine schadstoffarmen Fahrzeuge angeschafft / Staatssekretär kritisiert Transporteure

Verona. Die Fuhrparks der italienischen Transportunternehmen und Speditionen sind überaltert. Das geht aus einer Studie hervor, die während der Transportmesse "Transpotec" veröffentlicht wurde. Danach wurde die Hälfte aller Lastwagen gebaut, bevor die europäischen Normen zur Schadstoff-Emission verabschiedet wurden. Wären alle Fahrzeuge entsprechend der Euro3-Norm ausgestattet, so die Studie, könnten bei einer jährlichen Fahrleistung von 150.000 km pro LKW, 22.500 Tonnen NO2 und 5.500 Tonnen Pm10 (Rußpartikel) weniger ausgestoßen werden. Verkehrs-Staatsekretär Paolo Uggè von Transportministerium kritisierte die Transportunternehmer deswegen. Die staatliche Unterstützung bei der Finanzierung neuer, schadstoffarmer LKWs habe als Anreiz nicht funktioniert. Lediglich die Unternehmer, die den Brenner überqueren, hätten begriffen, was die Stunde schlage, und hätten finanzielle Opfer gebracht. Jetzt müsse man zu restriktiven Maßnahmen greifen. Dabei sollten jedoch die Unternehmen selbst nicht geschädigt werden. (rp)

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