Nur noch Waren aus Drittstaaten sollen Zöllner an der belorussisch-russischen Grenze künftig genau kontrollieren. Wie der Moskauer Regierungsvertreter Michail Wanin nach einer Sitzung der Zollunion jetzt erklärte, stehen einheitliche Gesetze bei den Grenzformalitäten "vor der Tür". Seit Abschluss ihres Anschlussvertrages am 2. April 1997 planen die beiden slawischen GUS-Mitglieder ein gemeinsames Konzept in der Bürokratie. Vermutlich bereits im Herbst werden nach Wanins Prognose gleich lautende Zolltarife für Russland und Belorussland verabschiedet. Damit sei die Reform zum gemeinsamen Zolldienst in absehbarer Zeit abgeschlossen. Umso energischer will man sich nun auf die Handelsströme mit dem europäischen Markt konzentrieren. Konkrete Änderungen mochte auch der belorussische Vorsitzende des nationalen Zollkomitees, Wikentij Makarewitsch, noch nicht nennen. Doch würde wahrscheinlich der Transit von westlichen Autos nach Russland mit neuen Regeln erheblich erschwert. (vr/jpd)
Zollunion mit neuer Praxis
Die Abfertigung an der Grenze zwischen Russland und Belorussland wird vereinfacht