Zebra gibt Tipps für den Einsatz von RFID-Etiketten

07.12.2005 16:39 Uhr

Der Auto-ID-Anbieter Zebra Technologies hat zehn Tipps zusammengestellt, wie Unternehmen das Bedrucken und Kodieren von RFID-Smart-Labels effizienter gestalten können.

Tipp 1) Auswahl des richtigen Etikettentyps für Drucker/Kodierer: Für den erfolgreichen Einsatz von RFID-Smart-Labels ist ausschlaggebend, dass Etikettentyp und Druckmaterial sowohl für den Drucker/Kodierer als auch für die Anwendung passend sind. Datenübertragungsraten, Speichervolumen, Antennengestaltung und Kodierungsmöglichkeiten müssen genau beachtet werden, um sicherzustellen, dass die Etiketten angemessen funktionieren. Darüber hinaus könnte es sein, dass Anbieter Etikettenspezifikationen unterschiedlich auslegen oder eigene Ergänzungen einführen, um der jeweiligen Anwendung gerecht zu werden. Daher sollte immer der Anbieter um eine Empfehlung gebeten werden, welche Etiketten am besten zu seinem Angebot passen. Tipp 2) Vorab-Tests kleinerer Mengen der RFID-Etiketten: Es ist wichtig, dass Spezifikationen für die Platzierung des Transponders vom Hersteller des Druckers/Kodierers bereitgestellt werden, bevor Smart Labels für die jeweilige Anwendung produziert werden. Gründliche Tests von Musterproben oder kleinen Mengen gewährleisten, dass die Etiketten die Anforderungen erfüllen – und in der Anwendung funktionieren. Erst dann sollten größere Etiketten-Mengen bestellt werden. Tipp 3) Richtige Lagerung der RFID-Etiketten: RFID-Etiketten sollten bei Temperaturen zwischen 15,5 und 95 Grad Celsius in einer Umgebung mit gleich bleibenden Bedingungen gelagert werden. Elektrostatische Entladungen, die die Leistung der Etiketten beeinflussen können, sollten vermieden werden. In Umgebungen mit niedriger Luftfeuchtigkeit kann der Einsatz von antistatischen Unterlagen oder entsprechender Bekleidung erforderlich sein, um Entladungen vorzubeugen. Tipp 4) Schulungen: Die gründliche Schulung der Mitarbeiter bezüglich der möglichen Einstellungen der Drucker/Kodierer sowie zu den Merkmalen und speziellen Anforderungen der RFID-Technologie in der jeweiligen Arbeitsumgebung trägt dazu bei, mögliche Etikettierungsfehler zu verhindern. Tipp 5) Kalibrierung der Etiketten: Es ist entscheidend, dass im Drucker/Kodierer die richtigen Maße für die obere Kante und den Abschluss der Etiketten (oder der Abstand zwischen den Etiketten) gespeichert sind, bevor die Smart Labels kodiert werden. Die Etiketten sollten jedes Mal, wenn ein neuer Stapel oder eine Rolle mit Smart Labels in den Drucker/Kodierer eingelegt wird, neu kalibriert werden, um die richtige Anpassung zu sichern – es sei denn, es ist durch den Anbieter festgelegt, wie mit dem Modell zu arbeiten ist und der Drucker/Kodierer ist auf diese Spezifikationen eingerichtet. Drucker/Kodierer, die über eine Auto-Kalibrierung verfügen, können dazu beitragen, diesen Bedienungsschritt zu vereinfachen. Tipp 6) Metallische Materialien vermeiden: Da Metall Funksignale reflektiert und eine Hauptquelle von RFID-Interferenzen ist, sollte das Material soweit wie möglich vermieden werden. Etiketten, die Metallfolie oder metallhaltige Tinten enthalten, können eine erfolgreiche Kodierung verhindern und die Lesereichweite deutlich einschränken. Tipp 7) Flüssigkeiten im Blick behalten: Wasser und Feuchtigkeit sind ein weiteres Hindernis für die RFID-Systemleistung. Flüssigkeiten können Funksignale absorbieren und dadurch die Reichweite einschränken oder sogar Lese-Schreib-Vorgänge verhindern. Klebstoffe an den Etiketten können eine unerwartete Feuchtigkeitsquelle sein, da einige Arten von Klebstoffen oder Etikettenmaterialien Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, was Leistungsprobleme verursachen kann. Tipp 8) RFID-Equipment getrennt aufstellen: Interferenzen können sich ergeben, wenn Funkanlagen zu nahe beieinander aufgestellt sind. Lassen Sie genug Platz zwischen Druckern/Kodierern und anderen Funkgeräten mit dem gleichen Frequenzbereich, wie Antennen, Lesern, kabellosen LANs oder anderen Druckern/Kodierern. Tipp 9) Software für Druckermanagement erleichtert Fehlerbehebung: Im optimalen Fall werden Kodieren und Drucken in einem Schritt durch den Drucker/Ko-dierer erledigt. Leider ist es jedoch nicht ungewöhnlich, dass die Kodierung nicht beim ersten Versuch gelingt. Wenn Fehler andauern, kann das ein Anzeichen für ein größeres Problem sein. Die Einbindung einer stabilen Anwendung für die Drucker- und Drucker-Server-Verwaltung in der gesamten RFID-Architektur ermöglicht die Übermittlung von Warnmeldungen, die dazu beitragen können, dass sich kleinere Probleme nicht zu ernsthaften Konsequenzen auswachsen. Tipp 10) Platzierung der Smart Labels auf Verpackungen und Paletten: In einem voll automatisierten Prozess ist die Platzierung der Smart Labels wichtig, um sicherzustellen, dass Verpackungen genau und durchgängig erfasst werden. Die Etikettenplatzierung wird durch mehrere Faktoren bestimmt, wie z.B. des Standorts des Lesers. Tests zur Platzierung der Etiketten mit vorhandenen Lesern helfen dabei, herauszufinden, wo die Etiketten auf den Kartons aufgebracht werden sollten, um optimale Leseraten zu erzielen.

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