-- Anzeige --

Wirtschaft fordert Ausbau der Elbe

Die Binnenschifffahrt auf der Elbe soll massiv ausgeweitet werden
© Foto: ddp/Hero Lang

Verfünffachung des Zubringerverkehrs zum Hamburger Hafen auf der Elbe zum Ziel der Bundesregierung erklärt


Datum:
14.04.2011
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Berlin/Hamburg. Die Wirtschaft will die Binnenschifffahrt auf der Elbe massiv ausweiten und hat dabei nach eigenen Angaben die Unterstützung der Bundesregierung gewonnen. Bei einer Fachkonferenz mit 150 Teilnehmern habe der parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) in Berlin die Verfünffachung des Zubringerverkehrs zum Hamburger Hafen auf der Elbe zum Ziel der Bundesregierung erklärt, teilte die Kammerunion Elbe/Oder am Mittwoch mit. Dieser Organisation gehören 32 tschechische, polnische und deutsche Industrie- und Handelskammern (IHK) an.

Der Zubringerverkehr nach Hamburg auf dem Wasserweg könnte sich bis nach Tschechien ausdehnen. Eine Steigerung von einem auf fünf Prozent des Hamburger Hinterlandverkehrs wäre ein riesiger Fortschritt, erklärte Generalsekretär Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Dadurch würden die Verkehre noch wirtschaftlicher werden. Dazu müsste die Elbe an mindestens 345 Tagen zwischen Hamburg und Dresden mit einer Wassertiefe von 1,60 Metern schiffbar sein und von Dresden bis zur tschechischen Grenze mit 1,50 Metern.

Weil zwischen Geesthacht und Dresden nur wenige flache Stellen die Leistungsfähigkeit des Flusses als Binnenwasserstraße beschränkten, könnten mit relativ geringen Kosten bedeutende Verkehrskapazitäten auf der Elbe aktiviert werden. Schmidt-Trenz ist Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg. Der Ausbau der Elbe zu einer leistungsfähigen Binnenwasserstraße gehört schon seit der Einheit zu den Forderungen der Wirtschaft.

Dagegen stehen Bedenken des Naturschutzes. Der Mittellauf der Elbe ist als Unesco-Biosphärenreservat ausgewiesen und viele seltene Tiere leben an dem Fluss, darunter Biber und Fischottern. Die Elbe wurde in ihrer Geschichte bereits an vielen Stellen begradigt oder eingedeicht, gilt aber immer noch als relativ naturnah. Die Kammern fordern nun, dass Planfeststellungsbeschlüsse eingeleitet werden, um Buhnen zu verlängern und die Räumkraft des Flusses zu stärken. (dpa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.