Frankfurt. Im Oktober stieg der Autoabsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1,15 Millionen Neuzulassungen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) heute in Frankfurt mit. Nachdem im September die Verkäufe in Spanien und Frankreich eingebrochen waren, legten sie im Oktober wieder deutlich zu. In Frankreich betrug das Plus gegenüber dem Vorjahresmonat 8,4 Prozent, in Spanien 5,8 Prozent. Der Branchenverband begründete den Anstieg zum Teil damit, dass der Monat Oktober in diesem Jahr in den meisten Ländern einen Arbeitstag mehr aufgewiesen habe als im Vorjahr. Der deutsche Automarkt blieb trotz der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung zum Jahresanfang 2007 und vieler Angebote der Autohersteller unter dem europäischen Durchschnitt. Die Zahl der Neuzulassungen kletterte in Deutschland um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die stärksten Zuwächse verbuchten im Oktober Belgien und die Niederlande mit 12,9 beziehungsweise 11,4 Prozent. Von Januar bis Oktober summierten sich die Autoverkäufe in den 15 alten EU-Ländern, der Schweiz und Norwegen auf 12,45 Millionen Fahrzeuge - das waren 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. „Damit steuert der westeuropäische Markt 2006 wie erwartet auf das Vorjahresergebnis zu“, sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Die deutschen Hersteller hätten mit neuen Modellen ihren Marktanteil ausgebaut, so zum Beispiel seit Jahresbeginn in Frankreich, Italien und Großbritannien um jeweils ein bis zwei Prozentpunkte. Dpa/ak
Westeuropäischer Automarkt schaltet einen Gang höher
Der westeuropäische Automarkt hat dank der starken Nachfrage in Frankreich und Spanien einen Gang hochgeschaltet.