Hannover. Mit einigen Neuheiten beim City-Transporter Caddy wartet VW Nutzfahrzeuge (VWN) im laufenden Jahr auf. Interessanteste Innovation ist der Caddy Maxi, der mit langem Radstand im Revier von Fiat Scudo und Ford Transit Connect wildern soll – allerdings erst ab Ende 2006. Konkreter sind die Pläne für einen monovalenten Caddy Erdgas, der mit einem 2,0-Liter-Otto-Motor auf eine Gas-Reichweite von 450 Kilometer kommen soll. Im Notfall hilft ein kleiner 14-Liter-Benzintank. Präsentation ist auf der AMI in Leipzip im April, Markteinführung wohl erst 2006. Etwas schneller könnte der Caddy mit 75-PS-TDI-Motor verfügbar sein, den VWN etwa ab Herbst 2005 statt des flügellahmen 2,0-Liter-Saugdiesels (70 PS) ins Rennen schickt. Zum gleichen Zeitpunkt soll auch ein Caddy TDI mit aufpreispflichtigem Partikelfilter verfügbar sein. Ziemlich unkonkret sind dagegen die Pläne für einen Mini-Pick-Up von VW. Technisch ist wohl klar, dass es sich um eine robuste Leiterrahmenkonstruktion handeln soll. Als Märkte zielt man vor allem auf Südeuropa, Südamerika und Nah- sowie Fernost. Der Pick-Up soll unter anderem in Hannover produziert werden und den Ausfall der VW-LT-Produktion – künftig bei Mercedes in Ludwigsfelde – zum Teil kompensieren. Außerdem soll der statt der VW-Bulli-Studie "Microbus" geplante, weniger nutzwertorientiert gestaltete PKW-Van-Ableger des T5-Multivan in Hannover produziert werden. Ebenso erhält Hannover die bisher in Polen gefertigten Varianten Caravelle, Shuttle und Kombi. (jr)
VW Nutzfahrzeuge: Der Caddy bekommt Kinder
Die Herstellung verschiedener Modelle soll in Hannover künftig den Ausfall der VW-LT-Produktion kompensieren