Die Schienenlogistik soll für die VTG-Lehnkering AG künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen. Das betonte Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender des zum Hapag-Lloyd-Konzern gehörenden Unternehmens, jetzt vor der Presse in Hamburg. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg sei die Beteiligung an der neu gegründeten Rail4Chem gewesen, einem Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), zu deren Gesellschafterkreis die Hoyer-Gruppe, die schweizer Spedition Bertschi und die BASF gehören. Das Unternehmen ist im Besonderen auf die Bedürfnisse der chemischen Industrie ausgerichtet. Behrendt: "Die Erweiterung unserer Leistungspalette rund um die Schiene wird auch künftig primäres Ziel sein." Mit der Beteiligung an dem neuen EVU habe der Konzern länger gezögert, da die Schienentraktion nicht zu den Kernaufgaben gerechnet würde. Allerdings ließen die Leistungen von DB Cargo so stark zu wünschen übrig, dass dieser Schritt unumgänglich war. Behrendt betonte jedoch, dass DB Cargo auch weiterhin als Partner gesehen würde. Rail4Chem werde in Kürze eine fünfte Strecken-Lok erhalten. Im Bereich Schienen- und Tankcontainer-Logistik erwirtschaftete VTG-Lehnkering im Geschäftsjahr 1999/2000 (30. 9.) einen Umsatz von 321 Millionen Euro (165 Millionen Mark), ein Plus von 22 Prozent. Im Rumpfgeschäftsjahr 2000 (1. 10.- 31. 12.) betrug er 90,6 Millionen Euro ( 47 Millionen Mark). (vr/eha)
VTG-Lehnkering: Schienenlogistik ist die Zukunft
Zuwachs von 22 Prozent bei Schienen- und Tankcontainer-Logistik