Die Einführung eines elektronischen Mautsystems für Lkw wird sich nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" eventuell verzögern. Das Ages-Konsortium, das sich für den Ausbau des Systems beworben hatte, wolle beim Oberlandesgericht in Düsseldorf Einspruch gegen das Vergabeverfahren einlegen, so das Magazin weiter. An dem Konsortium sind der britische Mobilfunkkonzern Vodafone, Aral und Shell beteiligt. Laut Spiegel hatte das Verkehrsministerium das Vodafone-Konsortium und den Schweizer Elektronikkonzern Fela, der sich auch um den Auftrag bemüht hatte, wegen angeblicher Formfehler bei der Ausschreibung vor wenigen Wochen ausgeschlossen. Für die Deutsche Telekom, die sich zusammen mit DaimlerChrysler ebenfalls beworben hatte, wäre damit der Weg frei gewesen. Das Verkehrsministerium gehe dagegen weiter von einem pünktlichen Start Angang 2003 aus. Man nehme an, dass auch eine Klage den Zeitplan nicht behindern werde. Nach Angaben des Magazins soll das neue Mautsystem Hans Eichel, Bundesfinanzminister (SPD), ab dem 1. Januar 2003 Einnahmen in Höhe von drei Milliarden Euro (5,89 Milliarden Mark) im Jahr bringen. (vr/dpa)
Vodafone legt Beschwerde ein
Angeblicher Formfehler soll Mobilfunkkonzern von der Ausschreibung ausschließen