Versprechungen von SNCF-Bahnfracht stoßen auf Skepsis

07.12.2000 18:20 Uhr

Verlader vermissen Maßnahmen zur Umsetzung angekündigter Projekte

Immer häufiger bekunden die Pariser Regierung und die Staatsbahn SNCF ihren Willen zu durchgreifenden Maßnahmen, mit denen das Bahnfrachtaufkommen in den nächsten zehn Jahren verdoppelt werden soll. Als jüngstes Projekt hat Transportminister Jean-Claude Gayssot erst kürzlich eine nur für den Schienengüterverkehr reservierte Strecke vorgestellt, die "Magistrale Eco-Fret". Sie soll die Beneluxländer mit Spanien und Italien verbinden und - wie alle weiteren Pläne auch -multimodal ausgelegt sein. Den vermehrten Willensbekundungen, der Bahnfracht den Vorrang vor der Straße einzuräumen, begegnen die Verlader des Landes indessen mit zunehmender Skepsis. Sie vermissen bisher konkrete Anzeichen dafür, dass das Programm ernsthaft auf den Weg gebracht wird, und haben die Bahn soeben wegen der von ihr für 2001 angekündigten Frachttariferhöhungen kritisiert. Die Anhebung um durchschnittlich 3 Prozent gehe für den Bahnnutzer mit keinerlei Qualitätsverbesserungen einher, beklagte der Verladerverband A.U.T.F., und rechnete die inzwischen im eigenen Bereich erbrachten Vorleistungen seiner Mitglieder zur Optimierung der Bahnlogistik dagegen auf. (jb)

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