Der schwedische Volvo-Konzern ist als zweitgrößter Lastwagenhersteller der Welt in die Verlustzone geraten. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Göteborg mitteilte, brachten Lkw und Busse im dritten Quartal einen Verlust vor Steuern von 525 Millionen Kronen (107,9 Millionen Mark) gegenüber 65 Millionen Kronen (13,4 Millionen Mark) Gewinn im selben Vorjahreszeitraum. Konzernchef Leif Johansson nannte das Ergebnis «nicht zufrieden stellend» und verwies vor allem auf die anhaltende Rezession in den USA, die sich durch die Terrorangriffe am 11. September verschlimmert habe. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten des Jahres unter Einrechnung der zugekauften Lkw-Sparte von Renault von 87,2 (18 Milliarden Mark) auf 132 Milliarden Kronen (27 Milliarden Mark). Einschließlich daraus erwachsener Umstrukturierungskosten erwirtschaftete Volvo in den ersten drei Quartalen einen Verlust von 1,3 Milliarden Kronen (0,27 Milliarden Mark) gegenüber einem Plus von 4,9 Milliarden Kronen (1 Milliarde Mark) im Vergleichszeitraum des Jahres 2000. Volvo hat die komplette Pkw-Sparte an Ford verkauft und ist zweitgrößter Hersteller der Welt hinter DaimlerChrysler. Im dritten Quartal setzte der skandinavische Konzern 31 142 Lastwagen gegenüber 39 008 im dritten Quartal 2000 ab. Bei Bussen sank die Stückzahl verkaufter Einheiten von 2636 auf 2318. (vr/dpa)
Verluste bei Volvo
Rezession bei Lastwagen und Bussen bringt dem Konzern im dritten Quartal 107,9 Millionen Mark Verlust vor Steuern