Rostock. „Wir brauchen mehr Wirtschaft, mehr Wirtschaft bringt mehr Verkehr, mehr Verkehr braucht mehr Logistik und bessere Infrastruktur“, sagte Ebnet am Donnerstag auf dem 7. Rostocker Logistikforum. Logistik sei ein Wachstumsmarkt und für den Nordosten von strategischer Bedeutung. „Die gut ausgebauten Seehäfen und Hinterlandanbindungen sind beste Voraussetzungen, um von diesem Wachstum profitieren zu können.“ Die Landesregierung werde auch weiterhin in die Modernisierung und Erweiterung der Häfen investieren, sicherte der Minister zu. „Der Erfolg gibt uns Recht. Die Hafenwirtschaft entwickelt sich hervorragend. Logistikunternehmen entscheiden sich zunehmend für Routen über unsere Häfen.“ Die Entwicklung neuer Angebote der Bahn für den Russland-Verkehr über Sassnitz auf Rügen sowie die strategische Ausrichtung der Fährreederei Scandlines, verstärkt Verkehre aus dem nordöstlichen Ostseeraum nach Rostock und Sassnitz zu ziehen, seien Beispiele dafür, wie Verkehrsströme beeinflusst und gelenkt werden können. Die Politik könne dies durch Entscheidungen, wie am Mittwoch zum Lückenschluss der Autobahn A 14, unterstützen. „Nur durch solche praktischen Schritte können wir Güterströme auf uns ziehen und Marktanteile gewinnen“, sagte Ebnet. Als weiteres Beispiel nannte der Minister den Ausbau eines Nord-Süd-Korridors von Oslo, Göteborg, Kopenhagen, Finnland über Rostock nach Berlin, München, Prag, die Donauländer und Norditalien bis zum Mittelmeer. Auf ihrer Tagung in Magdeburg im Mai hätten die Infrastrukturminister Ostdeutschlands eine engere Zusammenarbeit für die Verkehrs- und Wirtschaftsentwicklung entlang dieser Nord-Süd-Achse vereinbart.
Verkehrsminister Ebnet betont Bedeutung von Transportbranche
Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Otto Ebnet (SPD) hat die Bedeutung der Transportbranche für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes betont.