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Verkehr und Transport vervielfachen sich bis 2050

Jack Short erwartet den Schwerpunkt des Verkehrswachstums in den Entwicklungsländern
© Foto: OECD/ITF

Prognose des Weltverkehrsforums: Bis 2050 wächst der weltweite Güterverkehr um das Zweieinhalb- bis Dreieinhalbfache


Datum:
25.05.2011
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Leipzig. Angesichts der rasant wachsenden Weltbevölkerung werden sich Gütertransport und Personenverkehr nach Ansicht von Experten bis 2050 vervielfachen. Auch die klimaschädlichen CO2-Emissionen stiegen weiter, sagte der Generalsekretär des zwischenstaatlichen Weltverkehrsforums (ITF), Jack Short, am Mittwoch bei der Vorstellung des „Transport Outlook 2011".

Dabei geht das ITF davon aus, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf neun Milliarden Menschen anwächst. Verglichen mit dem Jahr 2000 verdrei- oder vervierfache sich der Passagierverkehr. Der Güterverkehr wachse um das Zweieinhalb- bis Dreieinhalbfache. Den Schwerpunkt dieses Wachstums erwartet Short in den Entwicklungsländern.

Die vom Verkehr verursachten Emissionen stiegen wegen höherer Kraftstoffeffizienz zwar nicht in gleichen Maße wie die Mobilität, aber immerhin doch um das zweieinhalb- bis dreifache im Vergleich zu 2000, rechnete er vor. Um die Emissionen auf dem Niveau von 2010 zu halten, müsse der Kraftstoffverbrauch bis 2030 auf 5 Liter pro 100 Kilometer und bis 2050 auf 4 Liter pro 100 Kilometer sinken.

Das Weltverkehrsforum tagt bis Freitag in Leipzig. Mit 52 Teilnehmerstaaten ist es der globale Gipfel für Verkehrsexperten, Politiker, Wissenschaftler und Zivilgesellschaft. Zugleich kommen Verkehrsminister der OECD-Mitgliedsländer zu Beratungen zusammen.

Die Verkehrsminister tagen, während erneut eine Vulkanaschewolke den Flugverkehr über Nordeuropa bedroht. Im vergangenen Jahr hatte das Treffen kurz nach dem Ausbruch eines anderen isländischen Vulkans im April 2010 stattgefunden, der seinerzeit zu einem weitgehenden Zusammenbruch des europäischen Flugverkehrs geführt hatte.

Das ITF versteht sich als Denkfabrik für die internationale Verkehrsbranche. Hier geben Vordenker ihre Visionen an Entscheider weiter. Einen radikalen Paradigmenwechsel bei Verkehr und Energie forderte etwa Jeremy Rifkin, Präsident der Foundation on Economic Trends aus den USA und Wirtschaftsberater der EU-Kommission. Es müsse in den nächsten 40 Jahren eine dritte industrielle Revolution geben, bei der internetbasierte Technologien und erneuerbare Energien weltweit zu einer völlig neuen energetischen Infrastruktur führten, mit grünem Verkehr: „Es klingt melodramatisch. Wir haben keine Zeit mehr", sagte Rifkin. (dpa) 

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