Wolfsburg. Der VW-Konzern hat nur durch den Verkauf des brasilianischen LKW-Geschäfts einen Verlust im ersten Quartal verhindert. Umsatz, Absatz und Ergebnis gingen in der dramatischen weltweiten Branchenkrise im Vergleich zum Vergleichszeitraum kräftig zurück. Unterm Strich stand aber immer noch ein Gewinn 243 Millionen Euro, wie Europas größter Autobauer am Mittwoch in Wolfsburg am Vortag der Hauptversammlung mitteilte. Den kompletten Quartalsbericht will VW am 29. April vorlegen. In den ersten drei Monaten 2009 erzielte VW bei einem Umsatz von 24 Milliarden Euro (minus 11,2 Prozent) ein operatives Ergebnis von 312 Millionen Euro, nach 1,3 Milliarden im Vergleichszeitraum. Der Konzerngewinn brach um fast 74 Prozent ein. Der im ersten Quartal abgeschlossene Verkauf des Geschäfts mit schweren LKW und Bussen an den Münchener MAN-Konzern habe zum operativen Ergebnis rund 600 Millionen Euro beigetragen, heißt es in den Eckdaten. Ohne diese Transaktion wäre VW in die Verlustzone gerutscht. VW-Chef Martin Winterkorn erklärte, die weltweit dramatisch verschlechterten Rahmenbedingungen gingen auch an Volkswagen nicht spurlos vorbei. Der Absatz sei in den ersten drei Monaten um fast 16 Prozent zurückgegangen, die Produktion um rund ein Viertel gekürzt und damit der Lagerbestand deutlich reduziert worden. Ziel für 2009 bleibe, besser als der Gesamtmarkt abzuschneiden, betonte Winterkorn. Aufgrund des äußerst schwachen Geschäfts in den ersten drei Monaten sei jedoch unverändert davon auszugehen, dass das Ergebnisniveau des Vorjahres nicht erreicht werden kann. 2008 hatte VW nach Rekordzahlen bei Ergebnis, Umsatz und Absatz unterm Strich rund 4,7 Milliarden Euro Gewinn verbucht – 13,7 Prozent mehr als im Vorjahr. (dpa)
Verkauf der LKW-Sparte rettet VW die Bilanz
Volkswagen ist nur durch den Verkauf des brasilianischen LKW-Geschäfts im ersten Quartal in der Gewinnzone.