Bremen. Rund 200 Post-Mitarbeiter, Briefträger und Gewerkschafter haben in Bremen gegen die Personalpolitik der Deutschen Post protestiert. Auf einer Kundgebung am Rande der bundesweiten Betriebsrätekonferenz forderte heute die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Postvorstand auf, 10.000 unbefristete Vollzeitstellen zu schaffen, um die hohe Arbeitsbelastung der Briefträger zu mindern. „Die Post fährt den Kernbereich des Unternehmens an die Wand“, sagte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Andrea Kocsis. Die Deutsche Post hatte am Dienstag verkündet, befristet 1000 Beschäftigte einstellen zu wollen. Die Gewerkschaft bezeichnete das als nicht ausreichend. „Es gibt immer größere Zustellbezirke, aber immer weniger Personal, Briefe bleiben liegen und Touren fallen aus“, erklärte Kocsis. Nach Angaben des Postsprechers Uwe Bensien handelt es sich dabei jedoch um ein regionales Problem, von dem vor allem Bremen, Hamburg, einige Gegenden in Norddeutschland und das Rhein-Main-Gebiet betroffen sind. Er kündigte an, die Deutsche Post wolle nun prüfen, was die Ursache für diese „Einzelfälle“ sei. Auf welche Standorte die 1000 befristeten Stellen verteilt werden soll, ist noch nicht geklärt. (dpa)
Verdi fordert 10.000 neue Stellen bei Post
Protestkundgebung in Bremen: Briefträger leiden unter zu hoher Arbeitsbelastung