Berlin. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat die wichtigsten Gegner seines Masterplans Güterverkehr und Logistik auf seine Seite gezogen. Nach einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium haben der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erklärt, den Masterplan künftig „positiv zu begleiten“. Dies erklärte Manfred F. Boes, Vizepräsident des DSLV, am Rande des Deutschen Logistikkongresses in Berlin. „Wir hoffen, dass die Bundesregierung mit dem Masterplan Erfolg hat“, sagte Boes. Das Verkehrsministerium habe einige Bedenken der Verbände ausgeräumt, und insbesondere versichert, Transitverkehre durch Deutschland nicht behindern zu wollen. Im Entwurf des Masterplans hatte das Ministerium noch die Vermeidung von Transitverkehr angekündigt. Einzelne Punkte stoßen bei den drei Verbänden immer noch auf Skepsis: „Positiv begleiten, heißt nicht anerkennen“, stellte Boes klar. Insbesondere wenn die Finanzierung der angekündigten Projekte nicht so erfolgt wie im Masterplan versprochen, „machen wir Druck“. (sb/stb)
Verbände schließen Frieden mit Masterplan
Einigung mit Verkehrsminister Tiefensee: BGL, DSLV und BDI wollen den Masterplan Güterverkehr und Logistik künftig unterstützen