Köln. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert die Bundesregierung auf, den Masterplan Güterverkehr und Logistik vollständig mit allen seinen 35 Maßnahmen umzusetzen. „Eine einseitig auf die Interessen des Straßengüterverkehrs orientierte Verengung der Bandbreite der im Masterplan skizzierten Maßnahmen ist im Rahmen des Gesamtkonzeptes nicht akzeptabel“, betonte Martin Henke, Geschäftsführer Eisenbahnverkehr des VDV. Auch unter den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen sei eine Umsetzung des Masterplans als Ganzes erforderlich. Nach wie vor benenne der Masterplan die Zukunftsherausforderungen für die Transport- und Logistikwirtschaft richtig. Das beschriebene Handlungskonzept verbinde die verkehrswirtschaftlichen Handlungserfordernisse unmittelbar mit den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen, insbesondere des Klimaschutzes, aber auch der Verkehrssicherheit. Die neue Bundesregierung habe am 11. Dezember 2010 in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen ausdrücklich und ohne Einschränkung erklärt, dass sie an diesen Zielen festhalte. Mit Schreiben vom 5. März 2010 habe die Bundesregierung verlautbart, dass sie nun von einzelnen Zielsetzungen des Masterplans abrücken und damit dessen integralen Ansatz in Frage stellen möchte. Dies könne im Ergebnis die Statik des Masterplans wesentlich beeinträchtigen. „Der VDV erwartet deshalb auch in Zukunft von der Bundesregierung die zügige und vollständige Umsetzung des Gesamtkonzeptes Masterplan – nicht nur derjenigen, die dem Fuhrgewerbe nützten. Dazu gehört insbesondere auch die finanzielle Absicherung der Maßnahmen“, sagte Henke. (ab)
VDV: Masterplans Güterverkehr und Logistik komplett umsetzen
VDV-Geschäftsführer Henke fordert eine zügige Realisierung des Masterplans / Kritik an Plänen der Bundesregierung nur noch Teile des Konzepts zu verwirklichen