Wiesbaden. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) sieht den Nutzfahrzeugmarkt weiter im Höhenflug. „Der Markt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2008 sehr gut“, betonte VDIK-Präsident Volker Lange auf der gestrigen Pressekonferenz. Dem Rekordniveau aus dem vergangenen Jahr fügt die NFZ-Branche im ersten Halbjahr 2008 ein Plus von 5,2 Prozent hinzu und zählt nun 169.999 Einheiten. Wachstumsgarant sei momentan eindeutig die leichte Klasse bis 3,5 Tonnen. Hier wuchsen nach Angaben des VDIK die Zulassungen zwischen Januar und Juni um 8,9 Prozent. Die Sparte bis 6 Tonnen legte um 5,5 Prozent zu. Während die mittelschweren (6 bis 16 Tonnen) um 4,3 Prozent und die schwere Klasse ab 16 Tonnen um 1,4 Prozent gegenüber den Vorjahreswerten nachgaben. „Da sich der Markt der leichten Nutzfahrzeuge besser entwickelt hat, als erwartet, erhöhen wir unsere Prognose zum gesamten Nutzfahrzeugmarkt 2008 auf 334.000 Einheiten“, erklärte Lange. Für 2009 glaubt der Verband an einen leicht nachgebenden Markt, da mittelfristig auch in der leichten Klasse mit Neuzulassungsrückgängen zu rechnen sei. Mitentscheidend für die weitere Entwicklung werden die Auswirkungen der angedachten Mauterhöhung. Zwar begrüßt der Verband die Mautspreizung auf vier Klassen, so dass die abgasarmen Euro-5- und EEV-LKW weiterhin in der günstigsten Mautkategorie bleiben werden, dennoch hält der VDIK die drastische Erhöhung der LKW-Maut aus volkswirtschaftlicher Sicht für verfehlt. Die erzielten Mauteinnahmen sollten indes „ausschließlich zum Ausbau der Straßenverkehrsinfrastruktur eingesetzt werden“, mahnte Lange. (rs)
VDIK: Die Rallye geht weiter
Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller sieht den deutschen Nutzfahrzeugmarkt weiter im Höhenflug