Umwelthilfe: Umweltzonen wirken gegen "Dieselstinker" und Feinstaub

02.01.2009 16:59 Uhr
Umweltzone
Die Umweltzonen haben sich nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe etabliert (Bild: ddp)

Leichte Nutzfahrzeuge noch häufig ohne Partikelfilter unterwegs

Berlin. Die Umweltzonen in deutschen Städten sind nach Angaben der Umwelthilfe überwiegend wirkungsvoll gegen Luftverschmutzung und Feinstaub. Ein Jahr nach dem Start der ersten Umweltzonen in Deutschland setzen 32 Kommunen und Ballungszentren auf das Instrument, wie die Organisation am Freitag in Berlin mitteilte. Durch die Drohung mit Fahrverboten würden viele Autofahrer "Dieselstinker" mit Partikelfiltern nachrüsten oder sich gleich saubere Autos kaufen, erläuterte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. Schilder aufzustellen und - wie in Köln oder München - auf Kontrollen weitgehend zu verzichten, reiche allerdings nicht aus. Zum Jahresbeginn seien acht Städte mit Fahrbeschränkungen für Luftverschmutzer hinzugekommen: Augsburg, Bremen, Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Mühlacker, Pforzheim und Ulm. Bei Stichproben-Kontrollen der Umwelthilfe hätten am Freitag rund 67 bis 94 Prozent der Autohalter ein Fahrzeug mit korrekter Plakette gehabt. Während Hannover zum 1. Januar seine Umweltzone für Fahrzeuge mit einer roten Plakette sperrte, können in den übrigen Umweltzonen Autos mit roten, gelben oder grünen Plakette einfahren. Die Plaketten richten sich nach dem Schadstoffausstoß. Den größten Nachholbedarf attestierte die Umwelthilfe Augsburg, wo die Ausstattung mit grünen Plaketten zumindest in der Stichprobenerhebung mit 55 Prozent hinter den anderen Städten zurückbleibe. Beste Ergebnisse weise Herrenberg bei Stuttgart auf (94 Prozent). Die Zahlen seien nur als Tendenz zu verstehen, betonte Resch. Der Geschäftsführer sagte: "Die Regelungen werden dann von Anfang an gut eingehalten, wenn die Kommunen die Wichtigkeit des neuen Instruments zur Luftreinhaltung offensiv vertreten und eine konsequente Überwachung sicherstellen." Positiv habe sich dabei Berlin hervorgetan. Für 2009 rechnet die Organisation mit einem deutlichen Boom bei der Filternachrüstung, da ab kommendem Jahr nur noch Fahrzeuge mit grüner Feinstaubplakette freie Fahrt haben. Nur noch 2009 gelte zudem die steuerliche Förderung in Höhe von 330 Euro bei der Nachrüstung. Probleme sieht Resch bei den leichten Nutzfahrzeugen. Hier seien noch sehr viele ohne Partikelfilter unterwegs, sagte er im Sender hr-Info. (dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.