Berlin. Zur Eindämmung gesundheitsschädlicher Rußpartikel aus Diesel-Autos fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein Sonderförderprogramm zur Filternachrüstung für Leichttransporter. Dies sei als Folge des Feinstaub-Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) dringend nötig, um die Luftbelastungen an vielbefahrenen Straßen spürbar zu reduzieren, sagte DUH- Geschäftsführer Jürgen Resch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Malermeister, sonstige Handwerker und Kleingewerbe bekämen für ihre Leichttransporter (bis 3,5 Tonnen) im Unterschied zum Rußfilter- Programm für ältere Diesel-PKW keinerlei Zuschüsse. !Dies ist aber nicht einzusehen, da es sich bei diesen Fahrzeugen oft nur um PKW in Form von Kastenwagen handelt", sagte Resch. Er gehe davon aus, dass es von 2009 an zunehmend Fahrverbote in Umweltzonen geben werde wie in Berlin, wo Anfang 2010 nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette zugelassen werden sollten. Dann werde es auch darauf ankommen, dass der örtliche Gewerbeverkehr nicht mangels Nachrüstmöglichkeiten ins Hintertreffen gerate. Aus der geltenden Strafsteuer für nicht nachgerüstete Diesel-PKW seien absehbar etwa 700 Millionen Euro übrig, die sich die Finanzminister der Länder nicht einfach in die Tasche stecken sollten, sondern in ein Zusatzprogramm für leichte Nutzfahrzeuge. Zu beklagen sei ferner, dass neue Leichtlieferwagen von der Autoindustrie wegen des niedrigeren Preises ausschließlich ohne Rußfilter verkauft würden, sagte Resch. Die Umwelthilfe will den Autobauern deshalb die Verpflichtungserklärung abhandeln, von 2009 an neue Lieferwagen nur noch mit Rußpartikelfilter auszuliefern. (dpa)
Umwelthilfe fordert Rußfilter-Nachrüstprogramm für Leichttransporter
Luftbelastungen an vielbefahrenen Straßen soll so spürbar reduziert werden