Umsatzrückgang im Frachtgeschäft bei Air France-KLM

21.02.2014 12:08 Uhr
Air France Heckflosse
Die angeschlagene Air France-KLM schwächelt auch im Frachtgeschäft
©Foto: Picture Alliance/MAXPPP/Marc Menou

Die französisch-niederländische Fluggesellschaft leidet unter dem schwächelnden Welthandel und globalen Überkapazitäten.

Paris. Um 5,7 Prozent bei unveränderten und um 7,9 Prozent bei laufenden Wechselkursen hat sich der Umsatz im Frachtgeschäft der französisch-niederländischen Fluggesellschaft Air France-KLM im vergangenen Jahr verringert. Erreicht wurden 2,816 Milliarden Euro gegenüber 3,057 Milliarden im Vorjahr. Das Unternehmen führt dies auf den schwächelnden Welthandel und die global bestehenden Überkapazitäten zurück. Das Betriebsergebnis konnte zwar um 28 Millionen Euro verbessert werden, blieb aber dennoch weiter negativ mit minus 202 Millionen.

Die nur für Cargo vorgesehenen Kapazitäten hat die Gesellschaft um 11,5 Prozent abgebaut und damit das zum Jahresbeginn gesetzte Ziel um 5,5 Prozent übertroffen. Der Frachtverkehr nahmt um 4,6 Prozent ab, die Auslastung büßte 1,3 Punkte ein und erreichte nur noch 63,2 Prozent.

Insgesamt konnte die Fluggesellschaft nach Vorjahresverlusten von 336 Millionen Euro wieder ein positives Betriebsergebnis vorlegen. Es belief sich auf 130 Millionen Euro. Die Verschuldung verringerte sich damit von 5,9 auf 5,3 Milliarden und somit stärker als zu Jahresbeginn erwartet, wie Air France-KLM in seiner Finanzmitteilung unterstreicht. Die Nettoverschuldung der Gruppe stieg dagegen aus steuertechnischen Gründen von 1,22 auf 1,83 Milliarden Euro.

Für Vorstand Alexandre de Juniac war 2013 mit Blick auf die seit zwei Jahren eingeleiteten Restrukturierungen ein Schlüsseljahr. Ab dem kommenden Jahr dürfte das Unternehmen wieder ein rentables Wachstum ausweisen, kommentierte er die jüngste Zahlenentwicklung. Für das laufende Jahr hält de Junica an dem Ziel fest, einen Bruttobetriebsüberschuss (EBITDA) in einer Größenordnung von 2,5 Milliarden Euro zu erreichen. Die Verschuldung soll im Rahmen des Sanierungsplans „Transform 2015“ bis zum übernächsten Jahr auf 4,5 Milliarden Euro verringert werden. Im Stellenplan sind dieses Jahr in zwei Stufen insgesamt 7.922 Streichungen auf freiwilliger Basis vorgesehen. (jb)

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