Fiat trennt die Autosparte vom übrigen Geschäft. Das verkündete Konzernchef Sergio Marchionne einen Tag, nachdem der Agnelli-Enkel John Elkann als neuer Fiat-Aufsichtsratsvorsitzender vorgestellt worden war. Bis Jahresende möchte Marchionne das Autogeschäft vom Konzern abspalten und an die Börse bringen. „Das Geschäft mit Bau- und Landmaschinen, LKW und weiteren Konzerntöchtern wird als Fiat Industrial in Mailand an die Börse gehen“, so Marco Monticelli, Vice President External Relations & Communication Iveco SpA in einem Gespräch mit VerkehrsRundschau auf der Bauma in München.
Jeder Fiat-Aktionär solle jeweils eine Fiat-Auto-Aktie und eine Fiat-Industrial-Aktie im Verhältnis des Werts des jeweiligen Unternehmensteils erhalten, erklärt der Kommunikationschef aus Turin. Das Umsatzziel 2010 für den PKW-Bereich lautet 32 Milliarden Euro, für das Fiat Industrial-Geschäft 19 Milliarden Euro.„Die Aufspaltung ist sinnvoll, da sich beide Bereiche getrennt leichter Geld für Investitionen beschaffen können“, so Monticelli. Für die Aktionäre ergebe sich mehr Transparenz, die unterschiedliche Profitabilität der Bereiche sei besser darstellbar und die Geschäfte seien homogener, fährt er fort. „Wir können den Bereich Fiat Industrials auf diese Weise auch schneller weiterentwickeln, beispielsweise mit Aktivitäten in China oder Lateinamerika“, erläutert Monticelli die bereits von Branchenkennern erwartete und für sinnvoll angesehene Entwicklung. (bb)