Übernahmeschlacht um Conti

15.07.2008 16:33 Uhr
Schaeffler
Die fränkische Schaeffler-Gruppe plant die Übernahme der Continental AG (Bild: Schaeffler)
© Foto: Schaeffler

Schaeffler Gruppe legt offizielles Übernahmeangebot vor / Staatliche Finanzaufsicht prüft Übernahmeversuch

Hannover/Herzogenaurach. Die fränkische Schaeffler-Gruppe hat heute für den Autozulieferer Continental ein Übernahmeangebot vorgelegt. Das teilte das Unternehmen in einer Börsenmitteilung am frühen Abend mit. Schaeffler bietet danach 69,37 Euro pro Aktie in bar. Das Angebot wurde unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen abgegeben. Schaeffler halte derzeit 2,97 Prozent Aktien an der Continental Aktiengesellschaft, die zu den größten Autozulieferern der Welt gehört. Um den Autozulieferer Continental ist unterdessen eine heftige Übernahmeschlacht entbrannt. Der Dax-Konzern wehrt sich gegen das Vorgehen des Familienunternehmens und hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu Hilfe im Abwehrkampf gerufen. Die BaFin hat nach Informationen der „Deutschen Presse-Agentur“ bereits eine interne Untersuchung eingeleitet. Um die genauen Ziele von Schaeffler gibt es Rätselraten, da das Familienunternehmen bisher schweigt. Am Conti-Stammsitz Hannover wird eine Zerschlagung des Traditionskonzerns befürchtet. Nach den massiven Gewinnen am Vortag legte die Conti-Aktie heute an der Börse erneut deutlich zu. (dpa/sb)

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