Leipzig. Der TÜV Süd hat in der Diskussion um die CO2- Reduktion europaweit höhere Steuern auf Benzin und Diesel gefordert. „Die Fixkosten für einen stehenden Wagen runter, Verbrauchskosten rauf“, forderte der Vorstandsvorsitzende des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) Süd, Peter Hupfer, heute auf der Automesse AMI in Leipzig. Statt die KFZ-Steuer zu erhöhen, solle der Spritpreis mit einem CO2-Zuschlag belastet werden. „Wer dann Kilometer einspart, spart zusätzlich Geld.“ Statt voreilig Tempolimits und rigide CO2-Grenzen zu erlassen, sollten technische Lösungen wie Rückgewinnung von Bremsenergie und neue Antriebe wie Hybrid oder Erdgas noch stärker vorangetrieben werden, sagte Hupfer. Zudem lasse sich der Spritverbrauch durch überlegtes Verhalten des Autofahrers unkompliziert um 20 Prozent drosseln. Dies könne sofort geschehen, wenn an Bahnübergängen Motoren abgestellt, Dachgepäckträger bei Nichtgebrauch abgebaut und an rote Ampeln langsam herangerollt werde. Hinzu komme eine intelligente Verkehrsführung, bei der die Satellitennavigation zur Stauvermeidung eingesetzt werden könne. (dpa)
TÜV Süd fordert höhere Steuern auf Benzin und Diesel
Statt die KFZ-Steuer zu erhöhen, solle laut TÜV Süd der Spritpreis mit einem CO2-Zuschlag belastet werden